Ford Fiesta Titanium 1.0 EcoBoost im Test

Der meistverkaufte Kleinwagen Europas geht in die 8. Generation. Mit dem neuen Fiesta will Ford an den Erfolg der 7. Generation anknüpfen. Ob’s gelingt habe ich getestet.

Text: Max Melamed

Da ich privat einen Fiesta ST aus der 7. Baureihe fahre, war ich schon sehr gespannt darauf, wie sich der Neue im Vergleich zum Vorgänger schlägt und ob die Schwächen des Vorgängers auch beseitigt wurden. Vorweg kann ich schon einmal sagen, dass sie das wurden. Fahrwerk und Motor des alten und neuen Fiesta zu vergleichen wäre hier unfair, da es sich bei meinem Privaten um die sportlichste Variante handelt und der Test-Fiesta ein ganz “normaler” ist.

Den Innenraum kann man aber sehr wohl vergleichen. Als erstes fällt das komplett neu designte und zum Glück Knöpfe bereinigte Armaturenbrett auf. Das Chaos des Vorgängers wurde endlich beseitigt. Jetzt thront ein großes Ford Sync 3 Navigationssystem in der Mitte. Dieses reagiert sehr schnell auf Eingaben und benötigt nur beim Start des Fahrzeugs ein paar Sekunden bis es geladen ist. Natürlich gibt es auch Apple Car Play und Android Auto, dass einer perfekten Vernetzung von Fiesta und Smartphone nichts im Weg steht. Weitere optische Highlights sind die Klavierlackelemente im Armaturenbrett sowie die vielen Chromelemente, die zum Beispiel die Klimabedienelemte und Fensterheber umranden.

Keine großen Veränderungen gibt es bei den Seitentüren beziehungsweise deren Verarbeitung. Klassentypisch findet sich hier viel Hartplastik, das wirkt aber immerhin nicht billig. Bei einem so feschen Armaturenbrett würde ich mir aber doch etwas mehr weichgemachten Kunststoff wünschen.

So fährt der Ford Fiesta

Das Ford typischerweise recht knackig und dynamisch abgestimmte Fahrzeuge auf den Markt bringt ist mittlerweile nichts neues mehr. Der Fiesta ist da keine Ausnahme. Er gehört wohl zu den am flottesten abgestimmten Kleinwagen, die man aktuell erwerben kann. Das fühlt sich dann ungefähr so an: Kurve anbremsen, reinrollen lassen, kurz aufs Gas und wieder runter, Heck lenkt mit und schon zischt der Fiesta wieder aus der Kurve raus. Soviel Fahrspaß in einem Kleinwagen für die Masse freut mein Bezinbruderherz und zaubert sicher einigen zukünftigen Fiesta-Fahrern ein Lächeln ins Gesicht. Wer es lieber ruhig angehen lässt ist hier aber auch bestens aufgehoben. Lange Autobahnetappen oder durch die City flitzen sind für den kleinen Ford garantiert kein Problem. Einen Großteil trägt der 1.0 Liter EcoBoost Motor mit 100 PS dazu bei. Der geht in allen Lebenslagen gut nach vorne und lässt sich entspannt mit unter sechs Liter auf 100 Kilometer bewegen. Einen echten Kritikpunkt gibt es dann aber doch. Die Rückspiegel sind, warum auch immer, viel zu klein geraten. Bis man mit ihnen die optimale Einstellung gefunden hat, um genug zu sehen, dürfte ein wenig Zeit vergehen. Da waren die Spiegel beim Vorgänger wesentlich hilfreicher.

Fazit Ford Fiesta Titanium

Bis auf das Spiegelproblem gibt es aber absolut nichts am neuen Fiesta auszusetzen. Er fährt sich knackig, das Infotainment ist tadellos und das katastrophal chaotische Armaturenbrett des Vorgängers ist endlich passé. Es sieht gut aus, dass der Fiesta wieder zum Kassenschlager wird.

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