Trotz Kampfansage: Dieselverbrauch steigt

02. Jänner 2019
2018 ist der Dieselverbrauch in Österreich auf 7,05 Millionen Liter gestiegen (+1,7 %). Warum Österreicher den Diesel lieben und warum er von Politikern trotzdem zurückgedrängt wird.
Marlene Dorn

Obwohl sich Umweltschützer und Gesundheitsexperten bemühen, vor Diesel zu warnen und Politiker neue, strengere Abgasnormen in Kraft treten ließen (Euro 6c), ist der Dieselverbrauch 2018 gestiegen


Dieser verzeichnet ein Plus von 1,7 %. Somit wurden vergangenes Jahr 7,05 Millionen Liter Diesel allein in Österreich abgesetzt. Zum Vergleich: Man verbrauchte nur 1,65 Liter Benzin. 81 % unseres kraftstoffbedingten Erdölverbrauchs ist deswegen dem Diesel zuzuschreiben. Dieses Plus ist besonders interessant, wenn man bedenkt, dass die Anzahl der PKW-Zulassungen gesunken ist. Vor allem in Landwirtschaft und Industrie wird noch oft auf Diesel als Treibstoff zurückgegriffen. Dadurch lässt sich dieses Phänomen erklären.


Weltweit ist die Differenz kleiner: 8,4 Milliarden Liter Diesel versus 2,2 Milliarden Liter Benzin. Hier ist der Diesel nur für 79,2 % des Verbrauchs verantwortlich. Fahrzeuge mit Dieselmotor sind übrigens auch von der neuen Elektroförderung ausgeschlossen.

Warum Diesel?

In den letzten zwei Jahren war der Diesel besonders günstig. Das ist ein Anreiz, wenn möglich, mehr mit Dieselautos als mit Benzinautos zu fahren.


Zudem sind Dieselmotoren im Durchschnitt sparsamer als benzinbetriebene Motoren. Dabei sprechen einige von einem 15 % geringeren Verbrauch - das spart zusätzlich Geld und Zeit, die sonst an der Tankstelle verbracht werden würde.


Man mag es kaum glauben, aber: Tatsächlich haben Dieselmotoren einen geringeren CO2 Ausstoß als Benzinmotoren. So fühlen sich viele auch gleich wohler dabei, ein Dieselfahrzeug zu fahren.

Warum ist Diesel schlecht?

Schlecht ist natürlich relativ. Wie zuvor geschrieben, hat Diesel sehr wohl seine Vorteile. Allerdings ist dafür der Ausstoß von Schadstoffen (abgesehen von CO2), die unter anderem gesundheitsschädlich wirken, sehr hoch. Trotz des geringeren Verbrauchs der Dieselmotoren.


Besonders bedenklich ist dabei der produzierte Feinstaub und die Stickoxid-Emissionen. Feinstaub gilt als krebserregend und kann Lungen- und Kreislauferkrankungen verursachen. Stickoxide dagegen verursachen sauren Regen, Smog und beschleunigen die Erderwärmung. 


Deswegen werden zunehmend strengere Gesetze gegenüber dem Diesel entwickelt. Viele fürchten sich sogar vor einen zukünftigen Dieselverbot. Neuwagen müssen schon die Euro 6c Abgasnorm nach neuem, genaueren WLTP erfüllen. Ab September 2019 tritt dann auch der noch strengere Euro 6d-TEMP in Kraft.

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