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Ford Focus RS – Kompaktkracher aus Köln

Ford Focus RS – Kompaktkracher aus Köln

Wenn die Motorsportabteilung von Ford sich ein Auto zur Brust nimmt blicken Autofans auf der ganzen Welt gespannt nach Köln und warten ungeduldig wie ein Kleinkind zu Weihnachten auf das neue Geschenk von Ford Motorsport.



Eines Vorweg - beim neuen Ford Focus RS hat sich jede Sekunde warten ausgezahlt! Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir den neuen Krawallkompakten Focus RS endlich fahren. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich einiges beim RS verändert. Wie schon der neue Focus ST setzt der RS jetzt auf einen 4 Zylinder Motor anstatt dem heißgeliebten 5 Zylinder des Vorgängers. Wer jetzt befürchtet, dass der neue Focus RS nicht gut klingt den können wir beruhigen. Ab dem Moment wo die Klappen im Auspuff offen sind knallt und röchelt es, dass es einem unweigerlich einen breiten Grinser ins Gesicht zaubert. Hier ein Beispiel



Auch leistungstechnisch braucht sich der neue Vierzylinder nicht vor seinem Vorgänger verstecken. 350 PS und 470 Nm holt Ford aus dem 2,3 Liter Motor heraus. Damit die Kraft auch ordentlich am Asphaltband ankommt hat der Focus RS zum ersten mal Allradantrieb. So geht es mit der serienmäßig verbauten Launch Control in 4,7s auf 100km/h. Der Vortrieb endet erst bei satten 266km/h. Das konnten wir natürlich nicht überprüfen. ;)

Am meisten Spaß macht der Focus RS allerdings auf kurvigen Landstraßen. Das mehrfach elektrisch verstellbare Fahrwerk sowie die vier verfügbaren „Drive Modes“ sorgen immer für das passende Setup. Sobald man vom normalen Modus in den Sportmode schaltet öffnen sich außerdem die Klappen im Auspuff und der RS wird um einiges lauter. Die beiden Modi „Drift“ und „Race“ sollte man hingegen nur auf abgesperrten Strecken verwenden. Der Focus RS wird in diesen Einstellungen zu einer echten Fahrmaschine die von geübter Hand bewegt werden will. Aber auch gemütlich kann der RS, sofern man das denn will.

Im „normalen“ Fahrmodus und der weichsten Einstellung der Dämpfer sind auch schwer ramponierte Straßen oder lange Autobahnetappen absolut kein Problem. Was da schon eher stören könnte sind die in unserem Testwagen verbauten Recaro Schalensitze. Diese sind bei zackigen Landstraßenfahrten oder Ausflügen auf die Rennstrecken dieser Welt sicher über jeden Zweifel erhaben aber im Alltag nur etwas für zähe Knochen. Zusätzlich kam uns die Sitzposition in diesen um einiges zu hoch vor. Wir denken hier ist das Seriengestühl wohl die angenehmere und vernünftigere Variante.

Ansonsten ist am Interieur des Focus RS absolut nichts zu bemängeln. Die Bedienung des Sony Navigationssystems geht flott von der Hand die in vergangenen Ford Modellen übliche Knopferlarmada ist einem aufgeräumten einfach zu bedienendem Cockpit gewichen das OHNE kratzeranfälligen Klavierlack auskommt.

Fazit: Der Ford Focus RS ist genau so geworden wie wir ihn uns gewünscht haben. Schnell, laut und sehr unterhaltsam. Bravo Ford! Und auch im Alltag besteht er. Einkaufen oder im Stadtverkehr mitrollen? Kein Problem. Einzig der Preis ist ordentlich. Unser Testwagen hat einen AUTOGOTT.AT Preis von € 46.000. Im Vergleich zur Konkurrenz von Audi, Mercedes und VW aber immer noch „günstig“.

Wenn du jetzt Lust auf einen Focus RS hast dann hier lang: FOCUS RS