KIA Optima SW GT - Koreakracher mit 245 PS

KIA war bisher nicht bekannt dafür “unvernünftige” Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. PS-Eskapaden oder besonders ausgefallene Fahrzeuge gab es eigentlich nie. Jetzt gibt es mit dem Optima GT einen der stärksten KIA aller Zeiten. Wir haben ihn getestet.

Text: Max Melamed

245 PS sind heutzutage keine Zahl mehr die für Staunen sorgt. Hört man aber, dass ein Familienauto von KIA mit so viel Leistung daher kommt, wird manch einer doch recht hellhörig. So viel Unvernunft aus Korea hatte ich nicht erwartet. Es gibt zwar schon seit geraumer Zeit den cee Apostroph D GT mit 204 PS, aber das auch der Optima so eine Leistungskur bekommt, hätte ich nicht erwartet. KIA will ganz offensichtlich etwas vom Markt der leistungsstarken deutschen Premium-Modelle abhaben. Verständlich, lässt sich hier doch auch mehr verdienen.

Knackige Optik

Der Optima SW ist schon in der “normalen” Version ein fesches Auto. Eine flotte Linienführung und eine zur C-Säule ansteigende Fensterlinie sorgen für viel Dynamik im Blechkleid. Der GT sieht dank anderer Front- & Heckschürze, Heckspoiler, 18” Felgen und ein paar weiteren sportlichen Details nochmal ein ganzes Eck schnittiger aus. Die Temptation Red Lackierung unseres Testwagen unterstreicht diesen Eindruck noch einmal zusätzlich. Kann man nur hoffen, dass der Optima SW GT sich genauso flott bewegen lässt wie er da steht.

Kein Sportwagen

Trotz des sportlichen Auftritts und des starken Motors mutiert der Optima SW GT nicht zu einem Rennwagen oder ist übertrieben hart. Im direkten Vergleich zu den normalen Versionen ist er natürlich um einiges straffer gefedert und die Lenkung gibt mehr Rückmeldung als in den “normalen” Optimas, unangenehm oder unberechenbar wird er allerdings nie. Der 2.0 Liter Turbomotor sorgt ebenfalls für ordentlich Druck nach vorne. Schade nur, dass der Optima SW GT bei ambitioniertem Anfahren recht heftig mit den Vorderhufen scharrt. Einmal in Bewegung gesetzt geht es dann aber hurtig weiter und der Optima SW GT zeigt, dass er durchaus für schnelle Kurvenfahrten taugt. Kein BMW, aber den einen oder anderen Grinser kann man sich nicht verkneifen. Untermalt wird das ganze von einem netten Sound, der zwar künstlich verstärkt wird, aber gefällt. Besonders im Sportmodus klingt der Optima SW GT drinnen mehr nach V8 als 4-Zylinder Turbo. Nettes Gimmick, ob man es braucht muss jeder für sich selber entscheiden.

Top Ausgestattet

“Wenn schon denn schon” oder ähnlich wird man sich bei KIA gedacht haben, wie man die Ausstattung des Optima SW GT abgesegnet hat. Serienmäßig ist alles, also wirklich ALLES, an Board was man beim Optima SW aktuell haben kann. Das Infotainment spielt alle Connectivity Stücke die man sich wünscht, Apple CarPlay und Android Auto inklusive. Der Sound wird durch tolle Harman Kardon Boxen an die Insassen weitergegeben. Sicherheitsrelevante Features gibt es auch reichlich. Adaptiver Tempomat, autonomes Notbremssystem, aktiver Spurhalteassistent, Querverkehrsassistent beim Ausparken und vieles mehr beschützten einen. Gegen kalte Finger im Winter hilft die Lenkradheizung und an heißen Sommertagen sorgt die Sitzlüftung für Abkühlung.

Fazit Kia Optima SW GT

Mit dem Optima SW GT traut sich KIA in neue Leistungsdimensionen und versucht der Konkurrenz aus Deutschland Marktanteile zu stibitzen. Der Optima SW GT fährt sich wie ein Deutscher, fühlt sich an wie ein Deutscher und erlaubt sich keine nennenswerten Fehler. Zudem ist er günstiger als vergleichbare Modelle aus Deutschland. Das könnte was werden! Weiter so KIA.

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