Mercedes GLC Test - Bügelt die Falten!

Mit dem GLC hat Mercedes die Kanten des Vorgängers ausgebügelt und ihm auch gleich einen neuen Namen verpasst.
30. März 2016

Lüften wir den eigentlich gar nicht so komplizierten Buchstaben-Dschungel, den Mercedes 2015 aufgepflanzt hat. Das C im GLC steht für die Plattform, auf der er steht: die C-Klasse. Das beschert im kompakte Außenmaße, wobei 4,6 Meter Länge alles andere als kompakt sind, der GLC geht aber mit dem Trend. Alle Autos werden größer, der neue SUV aus Stuttgart, der gegen Audi Q5 und BMW X3 antritt, ist heute so groß, wie die erste Version des BMW X5. Unglaublich oder?

War die erste Version noch sehr kantig und an den hausinternen Oberbergsteiger G angelehnt, präsentiert sich die zweite Generation sanfter und geschliffener. Das Heck trägt den heute typischen Licht-Look, die Front kennt man in Zügen sowieso: Lichter und Kühlergrill generieren mit klaren Abgrenzungen einen dynamischen Eindruck.

Obwohl der GLC einige Kategorien unter den Flaggschiffen angesiedelt ist, befinden sich dennoch alle derzeit aktuellen Sicherheits- und Komfortfeatures an Bord. Speziell im Innenraum machen die neuen Mercedes-Modelle alles richtig. Der Einsatz von Holzapplikationen wirkt nicht altbacken, die Form des Cockpits erzeugt ein sehr gutes Raumgefühl und die Bedienung ist schnell begreifbar. Subjektiv betrachtet haben die Schwaben im Bereich „Wohlfühlfaktor Innenraum“ die Nase gegenüber den anderen etablierten Herstellern die Nase ganz weit vorne.

Der Kofferraum fasst nun 550 bis 1.600 Liter und ist damit um gut 110 Liter größer als beim GLK und es stellt sich die Frage, warum man sich eigentlich noch ein C-Klasse T-Modell kaufen soll, wenn der Mercedes GLC weit mehr Möglichkeiten bietet.

In Fahrt bringen ihn dabei zunächst zwei Diesel und ein Benziner, die bei gleicher Leistung schneller fahren und weniger verbrauchen – auch weil der GLC 80 Kilo leichter wird und jetzt serienmäßig mit der neuen Neungang-Automatik ausgestattet wird. Zur Wahl stehen ein Zweiliter-Vierzylinder, der im Basismodell GLC 250 auf 211 PS kommt, jetzt 222 statt 215 km/h schafft und mit 6,5 Litern 16 Prozent weniger verbraucht, sowie die beiden 2,2-Liter-Diesel mit 170 PS im 220d und 204 PS im 250d. Sie erreichen nun ebenfalls bis zu 222 km/h und sind im besten Fall mit 5,5 Liter zufrieden. Das sind 19 Prozent oder über einen Liter weniger als bisher.

Wir sitzen in einer überaus soliden Kombination: 170 PS Diesel, Allradantrieb, Automatikgetriebe. Mehr als den GLC 220d 4MATIC braucht es auch nicht, er liefert genug Stärke, um weder im Gelände noch auf der linken Autobahnspur unterzugehen und ist dabei mit einem Normverbrauch von fünf Liter.

Natürlich hat der Mercedes ein etwas größeres Preisschild, aber unsere Version zeigt, dass man es preislich nicht übertreiben muss, um elegant durch die Lande zu düsen. Mit Sitzheizung, Anhängevorrichtung, LED-Scheinwerfer, Navi und allen gängigen Sicherheitsassistenten kostet der Mercedes GLC Autogott-Testwagen 58.248 Euro.

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