Renault Scénic Bose im Test - Geräumige Schönheit

Die Worte “schön” und “Van” fallen nicht oft in einem Gespräch unter Autoenthusiasten. Beim neuen Renault Scénic ist das ganz anders. Dynamisch und schwungvoll präsentiert sich der neue Van aus Frankreich. Ob sich so viel Lifestyle in einem Van gut macht? Wir haben’s getestet.

Text: Max Melamed

Optisch ist unser Scénic mit der Honig-Gelb Spezial-Metallisée Lackierung, dem Schwarzen Dach und den in der Ausstattungslinie Bose serienmäßigen 20” Leichtmetallfelgen ein echter Leckerbissen. Die Farbe variiert je nach Lichteinfall. An der Front thront das Renault Logo selbstbewusst zwischen den Pure Vision Voll-LED Scheinwerfern. Die nach hinten ansteigenden Seitenscheiben verleihen dem Scénic ordentlich Dynamik. Selten, oder eigentlich noch nie, hat es so viel Spaß gemacht, einen Van von außen zu betrachten.



Auch im Innenraum geht es, dank Renault MULTI-SENSE, bunt zur Sache. Damit kann man unter anderem die Innenraumbeleuchtung in Helligkeit und Farbe variieren. Das sieht besonders bei Nacht sehr gut aus. Weiters kann man zum Beispiel die Darstellung des digitalen Tachos anpassen, den “Motorsound” umstellen sowie das allgemeine Fahrverhalten des Scenic anpassen. Insgesamt fünf Modi stehen dazu zur Verfügung.

Bei all diesem Lifestyle-Schnickschnack stellt sich natürlich die Frage, ob das auf Kosten der Praktikabilität des Scénic geht? Einfach gesagt - jein. Aufgrund der geschwungenen Fensterlinien und der recht breiten C-Säule leidet die Rundumsicht im Scénic etwas. Abhilfe schafft hier aber die toll funktionierende Park Distance Control oder die optionale Rückfahrkamera.



Im restlichen Innenraum zeigt Renault beim Scénic aber wieder, dass sie schon sehr lange sehr gute Vans bauen. Verschiebbare Mittelkonsole? Hat er! Großes Handschuhfach, das per Touchfunktion öffnet? Hat er! Rücksitze, die sowohl vom Fahrersitz aus als auch im Kofferraum per Knopfdruck umgelegt werden? Hat er! Verschiebbare Rückbank? Hat er! Mehr Ablagen und Staufächer, als man irgendwann gleichzeitig benötigen kann? Hat er auch!

Alles da, was man von einem Van erwartet. Besonders gut gefällt uns unter all diesen praktischen Laden, Fächern und Knöpfen allerdings die verschiebbare Mittelkonsole. Die optisch in keinem Auto schön anzusehenden Getränkehalter verschwinden bei Nichtnutzung einfach unter der Schaltkulisse. Sollte es im Kofferraum mal keinen Platz mehr geben, schiebt man die Mittelkonsole einfach ganz nach hinten und verschafft sich so noch ein gewisses Extra an Stauraum zwischen den beiden Vordersitzen. Sehr praktisch!


Und wie fährt sich der Scénic? Dank des oben schon erwähnten MULTI-SENSE ist für jeden Fahrertyp das richtige Setting dabei. Die 20 Zöller verursachen kein Poltern und je nach gewähltem Setting ist der Scénic Gleiter, Spritknauserer oder dynamischer Van. Das neue 7-Gang EDC-Getriebe schaltet sehr gut und das Ruckeln aus dem 6-Gang Vorgängermodell ist verschwunden. Dank adaptivem Tempomat, Notbrems- und Spurhalteassistent sorgt der Scénic immer dafür, dass alle Insassen so sicher wie möglich von A nach B kommen. Wegen des geringen Testverbrauchs von 5,1 Liter kommt man auch meistens ohne Tankstopp ans Ziel. Ein verspannter Rücken beim Fahrer lasst sich mit dem Massagesitz behandeln. Immer wieder fein!

Infotainment gibt es natürlich auch reichlich. Über das 8,7” große Touchscreen lassen sich Navi, Radio usw. einfach und schnell bedienen. Alle Funktionen sind dort zu finden, wo man sie vermutet. Die anpassbaren Homescreens zeigen einem zusätzlich zum Navi und zur Musik noch die Luftqualität und Verbrauchsinfos an. Nur Android Auto oder Apple Carplay haben wir vermisst.

Fazit

Renault hat mit dem Scénic einen wunderschönen Van gebaut. Dazu kommt der tolle variable Innenraum der problemlos Platz für die ganze Familie plus Gepäck für den Sommerurlaub bietet, und das neue, seidenweich schaltende Automatikgetriebe. Très chic et très bon Renault!

Hier kannst du den Scénic kostenlos & unverbindlich konfigurieren!

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