Tesla: Was die Marke und ihre Elektroautos so erfolgreich macht

13. Februar 2019
Kein anderer Hersteller wird mit Elektroautos öfters in Verbindung gebracht wie Tesla. Trotz der immer wiederkehrenden Pleite-Meldungen lebt Tesla noch immer. Was macht Tesla richtig? Wieso revolutioniert Tesla den Automarkt? Eine Analyse.
Stefan Novotny
© AUTOGOTT.AT

Elektromobilität ist derzeit ein Thema, das die Gemüter leicht erhitzen lässt. Die einen sind euphorisch, die anderen sehr skeptisch. Ein Hauptgrund für die Euphorie ist auch Tesla. Mit dem Model S haben die Amerikaner den Durchbruch geschafft. Hinter dem Erfolg steht niemand geringer als Paypal Mitgründer Elon Musk. Elon Musk ist sicher eine streitbare Persönlichkeit. Dennoch schafft er es mit seinen Ideen Aufsehen zu erregen. Mögen diese Ideen in erster Linie fiktiv klingen, schafft es Musk dennoch diese umzusetzen. So hat sein SpaceX Programm erst vor kurzem erfolgreiche Jungfernflüge geschafft. Die Boring Company, die Teile vom Autoverkehr unter die Erde bringen soll, hat mit den ersten Bohrungen begonnen. Sogar der Bauschutt soll wieder verwendet werden. Die Gesteinsbrocken sollen zu überdimensionalen Bausteinen geformt werden, für Skulpturen oder ähnliches. Theoretisch einfache Ideen bringen viel Geld.

Mit Tesla polarisiert Musk. Mit Tweets schafft er es immer wieder zu provozieren und die Börsen zu beeinflussen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht mit irgendeiner Schlagzeile in den Medien ist. Ohne Zweifel ist Elon Musk mit ein Hauptgrund, dass die Elektromobilität weltweit so forciert wird. Er hat es geschafft, mit der Marke Tesla Elektroautos salonfähig zu machen. Dabei hat er das Unternehmen gar nicht gegründet.

Elon Musk ist die wichigste Persönlichkeit bei Tesla. Gegründet wurde die Firma jedoch von jemand anderen.

Die Geschichte von Tesla

Tesla wurde schon 2003 gegründet. Ziel des Unternehmens war es von Anfang an, nachhaltige Energielösungen an die breite Masse zu bringen. Da ging es neben Elektroautos auch um die Speicherung von Strom und Photovoltaikanlagen. Die Gründer heißen Martin Eberhard und Marc Tarpenning. Ein Jahr später stieg Elon Musk als Aufsichtsratsvorsitzender ins Unternehmen ein. Dass die Firma im Silicon Valley saß und immer noch sitzt, versteht sich von selbst.
Musk wurde seit seinem Einstieg auch immer aktiver im Unternehmen. Er sah sich von Anfang an nicht nur als Teil des Management, er brachte auch seine Ideen für die Entwicklung der Fahrzeuge ein. So ist es zum Beispiel seine Idee gewesen, die Chassis der Fahrzeuge mit Kohlenstofffasern auszurüsten.
Auch beim Design hat er seit Beginn seiner Tätigkeit ein gewichtiges Wort mitzureden. Die Geschichte von Tesla ist eine mit vielen Höhen, aber auch vielen Tiefen. So ist Tesla schon öfters am Rande einen Konkurses gestanden. Dank mehrerer Investoren schaffte es das Unternehmen immer wieder, frisches Kapital aufzutreiben und weiterzuleben.
Im Juni 2010 wagte der Elektrobauer Tesla sogar den Schritt an die Börse. Dieser Schritt war ziemlich erfolgreich. 17 US-Dollar kostete zum Börsenstart eine Tesla Aktie. Heute liegt sie bei knapp über 310 US Dollar. Unter den Großaktionären waren zu Beginn des Börsengangs auch Firmen wie Daimler, die aber mittlerweile ihre Anteile wieder verkauft haben sollen.
Für Aufsehen sorgte Elon Musk vor allem im August 2018. Er tweetete, dass er sich einen Börsenabgang vorstellen könnte, der bereits ausfinanziert sei. Die Aktionäre könnten die Aktie für 420 Euro pro Stück verkaufen. Dieser Tweet sorgte weltweit für aufsehen. Musk musste sogar bei der amerikanischen Börsenaufsicht vorstellig werden. Mittlerweile ist ein Verlassen der Börse kein Thema mehr. Musk musste wegen dieses Tweets kurzerhand 20 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.
Außerdem darf Musk drei Jahre lang nicht als Vorsitzender des Verwaltungsrats von Tesla fungieren. Neuer Vorsitzende des Verwaltungsrats ist nun Robyn Denholm, die schon seit 2014 bei Tesla aktiv ist. Um dieselbe Zeit veröffentlichte Tesla seine Patente, um anderen Autobauern die Möglichkeit zu geben, schneller Elektroautos zu entwickeln.
Nach den turbulenten Zeiten Mitte 2018 folgte dann die positive Nachricht im 3. Quartal desselben Jahres: Tesla erreicht einen Gewinn von 311 Millionen US-Dollar. Mit ein Grund dafür war die gesteigerte Auslieferung des Tesla Model 3, dass nun auch in Österreich schon ausgeliefert wird.
Doch die Geschichte der Tesla Elektroautos begann mit dem Tesla Roadster.

Der Tesla Roadster war das erste Elektroauto von Tesla
© Timothy Artman

Am Anfang war der Tesla Roadster

Es handelt sich hierbei um den bis heute sportlichsten aller Tesla Neuwagen. 2006 wurde er erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Produktion begann im Jahr 2008. Wenn man den Tesla Roadster ansieht, kommen einem vielleicht Erinnerungen an den Lotus Elise in den Kopf. Das ist gar nicht so abwegig, da der Tesla Roadster gemeinsam mit Lotus entwickelt wurde. Sie hatten nicht nur am Design etwas mitzureden, gefertigt wurde er ebenfalls bei den Briten. Um Entwicklungskosten zu sparen, wurde auch auf viele Teile des Lotus Elise zurückgegriffen.
Als Batterie entschied man sich für eine 56 kWh Batterie. Die Reichweite soll bei 350 Kilometer liegen. Die hohe Reichweite schafft man in erster Linie dank dem hohen Wirkungsgrad von Elektrofahrzeugen, in zweiter Linie dank der Energie, die beim Bremsen gewonnen wird (Rekuperation) und in dritter Linie aufgrund der effizienten und leichten Bauweise. Ende 2014 gab es ein erstes Update für den Roadster. Die Batterie ist nun 70 kWh groß.
Die neueste Variante des Tesla Roadster steht aber noch in den Startlöchern und ist bis jetzt nur vorbestellbar. Der neue Tesla Roadster besticht nicht nur mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern, er wird auch mit Allradantrieb ausgestattet sein. Von 0 auf 100 km/h braucht er nur 2,1 Sekunden.
Im Aussehen hat sich der neue Tesla Roadster ebenfalls weiterentwickelt. Der Wagenschwerpunkt liegt weiterhin tief. Es handelt sich auch in der neuesten Generation des Tesla Roadster um einen Zweisitzer. Die Karosserie macht den Anschein, als wäre sie aus einem Teil gegossen. Die beiden Frontscheinwerfer liegen zum Teil noch in den Radkästen. Die Räder und Radkästen wirken im Verhältnis groß. Diese Merkmale unterstreichen allesamt die Sportlichkeit dieses Modells. Am Heck gibt es einen Mini Spoiler. Darunter befindet sich dezent und elegant der Tesla Schriftzug. Das Dach des Tesla Roadster lässt sich öffnen. Das funktioniert jedoch nicht automatisch, das Dach ist abnehmbar und lässt sich im Kofferraum verstauen.

 

Der Tesla Roadster hat ein abnehmbares Dach.
© Timothy Artman

Im Inneren findet der Fahrer oder die Fahrerin ein Lenkrad wieder, das an jenes von K.I.T.T. erinnert. In der Mitte ist ein riesiges Tablet integriert, von dem aus alles zu steuern ist.
Vorgestellt wurde der Roadster im November 2017. Das Basismodell des Tesla Roadster kostet 250.000 Euro und ist derzeit vorbestellbar.

Model S: Eine Limousine für die Oberklasse?

Der eigentliche Siegeszug begann aber mit dem Modell S. Dabei handelt es sich um eine Luxuslimousine. Von 0 auf 100 km/h schafft es das Tesla Model S in 2,7 Sekunden (P100D Motor). Ein Spitzenwert in dieser Klasse. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. So hat das Tesla Model S adaptive LED Scheinwerfer.

Auch auf die Gesundheit der Insassen wird geachtet. Das ganze nennt sich “Bioweapon Defense Mode” (Biowaffenverteidigungsmodus). Hier kommt Technik aus dem Medizinbereich zum Einsatz. Es wird nämlich ein HEPA Luftfilter System integriert, das Schmutz von Außen vom Innenraum fernhält. Dass heißt, dass kein Feinstaub, keine schlechten Bakterien und keine Pollen hineingelassen werden. Vor allem Allergiker können im Tesla Model S befreit aufatmen.
Auch die Hardware für autonomes Fahren ist im Tesla Model S schon verbaut. Dass das schon möglich ist, zeigt zum Beispiel ein Video von der Wiener Höhenstraße. Hier ließ ein Fahrer sein Tesla Model S autonom fahren. Es ist faszinierend anzusehen, wir souverän das Fahrzeug die Straße hoch fährt.

Betrieben wird das Tesla Model S von zwei Motoren. Einer befindet sich an der Vorderachse, der andere an der Hinterachse. Jede Achse kann somit individuell gesteuert werden. Durch diese Dynamik funktioniert der Allradantrieb einwandfrei.
Kritik muss sich Tesla oftmals bei der Verarbeitung des Cockpits gefallen lassen. Für einen Neuwagenpreis jenseits der 100.000 Euro erwarten sich viele saubere Verarbeitung. Das ist leider nicht überall der Fall. Dennoch erfüllt das Cockpit seinen Zweck.
Für Tesla typisch befindet sich auch hier ein riesiges integriertes Tablet in der Mitte der ersten Reihe. Von diesem aus ist alles zu steuern. Auf weitere Knöpfe oder Schalter wird weitestgehend verzichtet. Zu finden sind sie lediglich an der Tür (Fensteröffner, Seitenspiegeleinstellung und Verriegelung) und am Multifunktionslenkrad.
Das Thema Sicherheit wird beim Tesla Model S nicht auf die leichte Schulter genommen. Die Motoren und der Antrieb befinden sich auf der Unterseite des Autos. Dadurch wird der Fahrzeugschwerpunkt automatisch tiefer gelegt und die Lage und Haftung auf der Straße verbessert sich dadurch. Insassen und Batterie sind durch mit Stahl verstärkte Aluminiumsäulen geschützt. Bei einem Aufprall soll die Aufprallenergie von diesen absorbiert werden. Auch die Batterien sind dadurch bei einem Unfall noch einmal extra geschützt.
Die Reichweite des Model S beträgt deutlich über 500 Kilometer. Der Preis des Tesla Model S beginnt bei 111.600 Euro.

Das Tesla Model X ist der erste Elektro SUV der Marke.
© Timothy Artman

Tesla Model X, das erste Elektro SUV

Der derzeit wohl beliebteste Fahrzeugsektor ist jener des SUVs. Aus diesem Grund ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass Tesla auch diesen Sektor bedient. Das Tesla Model X ist das Elektro-SUV der Marke. SUV bedeutet Sport Utility Vehicle. Und das nimmt das Model X ziemlich ernst. Trotz der Größe schafft es das Auto in 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Im Innenraum können bis zu sieben Personen Platz nehmen. Die Anordnung der Sitze ist frei konfigurierbar. Von einem klassischen 5-Sitzer bis hin zum 7-Sitzer ist alles möglich. Die Rücksitzbänke sind variabel teilbar. Somit können auch sperrige Dinge im Tesla Model X geführt werden. Da sich auch hier der Motor, die Batterie und der Antriebsstrang auf der Unterseite des Autos befinden, ist auch unter der “Motorhaube” ein Kofferraum zu finden.

Auch im Innenraum ist das Tesla Model X sehr schön.
© Timothy Artman

Wer ein sicheres Auto sucht, der ist beim Tesla Model X keineswegs falsch. Denn hierbei handelt es sich um den ersten SUV, der beim renommierten NCAP Sicherheitstest alle Sterne bekommen hat. Für Sicherheit sorgen nicht nur widerstandsfähige Materialien, auch technologisch ist das Model X am letzten Stand der Dinge. So befinden sich nicht weniger als 8 Kameras rund um das Elektro SUV. Außerdem gibt es zwölf Ultraschallsensoren. Diese sollen potentielle Gefahren schon im Vorhinein erkennen. Die acht Kameras verschaffen einen tollen 360° Überblick für den Fahrer oder die Fahrerin. Eine Notbremsautomatik wird gerade implementiert.
Das Tesla Model X versucht trotz seiner Größe sportlich und wendig zu wirken. Die Radkästen gewähren den Rädern viel Platz und das Fahrzeug wirkt dadurch höher gestellt. Die Frontscheinwerfer haben dieselbe Form wie jene des Tesla Model S. Das Besondere am Model X sind auch die Seitentüren. Diese sind nämlich Falcon Wing Flügeltüren. Beim Einbau dieser hat man sich natürlich etwas dabei gedacht. Aufgrund der Breite des Autos kann es vor allem bei Schrägparkplätzen eng werden. Da die Türen nach oben hin aufgehen, dürfen die Parkplätze enger sein. Sie brauchen zum Öffnen auf jeder Seite nur 30 cm Breite.
Die Reichweite wird mit 565 Kilometer unter anderem deswegen erreicht, weil die Karosserie aerodynamisch geformt ist. Apropos aerodynamisch. Der Innenraum wirkt durch den gläsernen Dachhimmel heller und geräumiger als in anderen SUVs, obwohl es äußerlich diesen Anschein nicht hat. Preislich beginnt das Tesla Model X bei 115.900 Euro.

Das Tesla Model 3 ist ein kompaktes Elektroauto.
© Timothy Artman

Das Tesla Model 3 sorgte in den letzten beiden Jahren für die meisten Schlagzeilen von Tesla. Hierbei handelt es sich um ein Auto aus der Kompaktklasse, das für die breite Masse gebaut werden soll. Das merkt man in erster Linie am Preis. Das Tesla Model 3 gibt es in Österreich ab 58.300 Euro zu kaufen. Damit ist das Tesla Model 3 das mit Abstand günstigste Elektroauto von Tesla. Trotzdem soll der Fahrer oder die Fahrerin nicht glauben, dass man in einem Billigauto fährt. Tesla hat beim Model 3 alles auf eine Karte gesetzt. Das Model darf nicht floppen.
Deswegen hat man sich sowohl beim Design als auch bei der Ausstattung auf keine Kompromisse eingelassen. Die Beschleunigung ist auch bei diesem Modell mehr als beachtlich. Von 0 bis 100 km/h geht es in 3,5 Sekunden. Die Reichweite liegt mit 530 Kilometer noch immer klar im Spitzenfeld von Elektroautos.

Der Tesla Model 3 Innenraum ist modern gestaltet.
© Timothy Artman

Die Stärken, die das Tesla Model S und das Tesla Model X haben, sind auch im Tesla Model 3 zu finden. So wird auch bei diesem Modell Sicherheit ganz groß geschrieben. Fahrzeugschwerpunkt ist auch hier niedrig, da die Akkus, die Motoren und der Antriebsstrang ausschließlich im Fahrzeugboden verbaut wurden. Vorne dient ein Gepäckablagefach für Stauraum, bietet aber gleichzeitig auch einen Aufprallschutz. Bei der Karosserie wurde Aluminium mit Stahl kombiniert, um eine feste Steifigkeit zu erreichen. Auch wenn für österreichische Straßen relativ egal: Die Spitzengeschwindigkeit des Tesla Model 3 liegt bei 250 km/h. Angetrieben wird das kompakte Elektroauto von zwei Motoren, die auch für einen Allradantrieb sorgen können. Genauso wie beim Tesla Model X sind auch im Tesla Model 3 Kameras rund ums Auto installiert, um eine 360° Rundumsicht zu ermöglichen. Zwölf Ultraschallsensoren warnen darüber hinaus vor kommenden Gefahren. Trotz des günstigen Preises gibt es auch im Model 3 Autopilotfunktionen. Diese sorgen in Kombination mit den sonstigen Einrichtungen für maximale Sicherheit während der Fahrt.
Das Cockpit des Tesla Model 3 unterscheidet sich von jenem der anderen Modelle nur wenig. Die größte Änderung ist, dass der Multifunktionsbildschirm im Querformat und freistehend in der Mitte des Cockpits montiert wurde. Um den Innenraum hochwertiger wirken zu lassen, wurde auch viel mit Klavierlack gearbeitet. Genauso wie beim Tesla Model X gibt es auch beim neuen Tesla Model 3 ein Glasdach, das den Innenraum freundlich, hell und groß wirken lässt.
Die Auslieferung des Tesla Model 3 hat in Österreich bereits begonnen.

Strom

Wie eingangs erwähnt hat sich Tesla nicht nur dem Fahrzeugbau verpflichtet. Das Unternehmen will viel mehr Antworten auf die Elektrizität von morgen geben. Aus diesem Grund wurde auch die Powerwall entwickelt. Mit dem Solar Roof von Tesla können Sie in Kombination mit der Powerwall Strom für später speichern. Somit kommt man im Idealfall günstig und nachhaltig zu Strom für sein Elektroauto. Doch die Powerwall wurde nicht nur dafür gebaut, um Strom für das Laden von Elektroautos zu haben, man kann damit natürlich auch Strom für die eigenen vier Wände bekommen. Per App für das Smartphone hat man immer einen Überblick über die Ladekapazität.

Bestellvorgang

Der Bestellvorgang ist besonders transparent. Die Konfiguration erfolgt auf der Tesla Website. Die Auflistung von optionaler Ausstattung ist übersichtlich. Man erhält nicht nur Preisauskünfte über die aktuelle Auswahl, man sieht gleich, wie viel eine etwaige Softwarefreischaltung im Nachhinein kosten wird. So kann zum Beispiel ein Auto ohne einen bestimmten Assistenten konfiguriert werden. Nutzt man dann das Auto und bemerkt, dass man diesen bestimmten Assistenten nun doch haben will, kann man diesen ganz einfach Freischalten lassen. Bösen Überraschungen nach dem Kauf wird somit die Grundlage entzogen. Der Weg zum Händler bleibt einem erspart. Man kann den Autokauf bequem über die Tesla Website abwickeln. Eine Anzahlung ist gleich zu leisten, die Restzahlung muss dann 10 Tage später auf ein Konto überwiesen werden. Die Abholung erfolgt dann in einem Tesla Store.

Softwareupdate

Das ist wirklich besonders. Tesla schickt regelmäßig Softwareupdates an seine Autos. So passierte es im Januar 2015, dass man plötzlich einen adaptiven Tempomat mit an Bord hatte. Diese Updates sind kostenlos. Die Autos werden schon in der Fabrik mit Gimmicks und Kameras ausgerüstet. Tesla kann somit Neuheiten in Ruhe fertig entwickeln und testen, bevor man diese Dinge den Kunden gibt. So fährt man immer ein Auto, das dem Stand der Technik entspricht.
Um bei etablierten Automarken ein regelmäßiges Navi Update zu bekommen, muss man meistens jährlich einen bestimmten Geldbetrag zahlen. Das entfällt beim amerikanischen Elektroautobauer. Das Update funktioniert via Mobilfunknetz. Das letzte Update führte dazu, dass man nun die Software Version 9 an Bord hat. Dies brachte unter anderem eine verbesserte Navigation, einen Rangierassistenten und Totwinkelwarner mit sich. Mit der Frontkamera kann man nun Videoclips aufnehmen und speichern.

Der Umgang mit Kritik

Ende März 2018 hatte ein Tesla Modell X einen Unfall, bei dem der Fahrer starb. Der Fahrer war zum Zeitpunkts des Unfalls mit Autopilot unterwegs. Der Aufschrei in den Medien war riesig. Tesla hingegen hat diesen Unfall (nach Außen hin)ruhig, gewissenhaft und seriös aufgearbeitet. Das ganze dokumentierten sie für jeden Interessierten im eigenen Unternehmensblog. Man zeigte sich sofort kooperativ den Behörden gegenüber und versprach die Mithilfe bei der Klärung des Unfalls.
Tesla stellte im Blog fest, dass der Autopilot seit 2015 85.000 mal korrekt an dieser Stelle vorbei gefahren ist, ohne dabei Probleme zu haben. Durchschnittlich passieren diese Stelle 200 Tesla Autos mit Autopilot im Monat. Aufgrund der eingebauten Technologie können Entwickler den Behörden wertvolle Tipps und Erkenntnisse weitergeben, die bei der Aufklärung eines Unfalles weiterhelfen. Außerdem nimmt man diese tragischen Unfälle auch zum Anlass, die hauseigenen Systeme zu verbessern und weiterzuentwickeln. Aufgrund der Updatepolitik von Tesla kommt bei den Neuerungen jeder zum Zug. Natürlich ist jeder Tote auf den Straßen einer zuviel. Im Gegensatz zu anderen Firmen, versucht Tesla den Unfall komplett transparent aufzuarbeiten. Es hat auch einmal einen Fall gegeben, da hat ein Tesla Fahrer fast das Bewusstsein während der Fahrt der verloren. Der Autopilot hat ihn zur nächsten Autobahnausfahrt geleitet. Von dort aus konnte der Mann alleine ins nächste Krankenhaus fahren. Er behauptet, dass er ohne Tesla Autopilot nicht mehr am Leben wäre.

Tesla und die Bedeutung für die Autoindustrie

Tesla hat einen großen Anteil an der Entwicklung des Automarktes. Die Vorgehensweise, an ein Produkt heranzugehen ist neu. Komplett transparent kann man Autos konfigurieren und kaufen. Die Updatepolitik hat sich bewährt, selten nur gibt es Meldungen, dass ein Assistent oder eine Funktion nicht gut funktioniert. Es kommt nur ausgereifte Technik zum Einsatz. Auch die Batterien und Akkus werden von vielen Experten gelobt. Tesla ist inzwischen eine etablierte Marke, die voll und ganz im digitalen Zeitalter angekommen ist. Im Mittelpunkt steht die Website, auf der man alle Infos zu dem Autos und Produkten bekommt.
Eines muss man ganz klar festhalten: Ohne Tesla würde es nicht so viele Elektro StartUps aus China geben. Ohne Tesla wäre die Elektromobilität noch nicht so weit, wie sie schon ist. Früher oder später werden sich bereits etablierte Marken an Tesla orientieren müssen. Nicht umsonst denkt Daimler laut über eine Partnerschaft mit den Amerikanern nach.

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