Alternative Antriebe überzeugen

Bei einer Blitzumfrage diese Woche haben wir Sie gefragt, ob Sie ein Hybrid- beziehungsweise Elektroauto einem Auto mit Verbrennungsmotor vorziehen würden, wenn es den gleichen Preis kosten würde. Das ist das Ergebnis:
Text: Stefan Novotny 20. März 2016

Die Antwort fiel eindeutig aus. Über 500 User haben sich an dieser Umfrage beteiligt, über 83 Prozent der Teilnehmer können sich vorstellen, zu diesen Konditionen ein Auto zu kaufen. Diesen Trend können wir schon länger beobachten. Auch bei den Anfragen merken wir stark, dass das Interesse an dieser Art von Fahrzeugen stetig steigt. Die meisten Autokäufer scheinen davon überzeugt zu sein, dass der Verbrennungsmotor langsam von anderen alternativen Antriebsarten vom Markt verdrängt wird. 

Kritiker 

Natürlich sind nicht alle Menschen von diesem Trend begeistert. Alle, die bei der Blitzumfrage mit “Nein” gestimmt haben, haben wir um ein Feedback gebeten. Wir wollten wissen, welche Bedenken potentielle Autokäufer bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen haben.

Die größten Bedenken gibt es eindeutig bei der Reichweite der Fahrzeuge. Fahrzeuge mit Hybridantrieb kommen ohne Verbrennungsmotor maximal 100 Kilometer weit. Elektrofahrzeuge haben eine durchschnittliche Reichweite von 300 Kilometern, die maximale Reichweite liegt bei circa 450 Kilometer. 
Verunsichert sind unsere User auch, was das Netz an Stromtankstellen angeht. Hier muss festgehalten werden, dass das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie ein sehr ambitioniertes Ziel verfolgt. Es sind viele neue Standorte für Ladestationen geplant. So soll es auf Bahnhöfen und in Park and Ride Anlagen alleine heuer noch 50 zusätzliche Ladestationen geben. Auf allen Autobahnraststationen in Österreich soll es bis 2021 sogenannte Schnellladestationen geben. Mit diesen sollen die Akkus des E-Autos innerhalb weniger Minuten komplett aufgeladen werden. Gezweifelt wird auch an der Lebensdauer und Qualität der im Auto verbauten Batterien. Viele Menschen sind verunsichert, was deren Verlässlichkeit angeht. Außerdem werden Mietvarianten als teuer und umständlich empfunden. Wie sich die Batterien wirklich im Alltag schlagen, kann erst nach einigen Jahren gesagt werden. Dazu sind die Elektroautos noch zu kurz am Markt. 

Analyse 

Vor allem Autos, die rein elektrisch betrieben werden, haben derzeit ein gutes Image. Zukünftige Autokäufer haben die Überzeugung, dass es sich hierbei um eine saubere Antriebsart handelt - sauber im Sinne von umweltschonend. Schlagzeilen von Feinstaubbelastung und gefälschten Abgaswerten tun ihr übriges dazu. Vorige Woche war in den Medien von einer Großrazzia beim Audi Vorstand zu lesen. Dabei wurden Beweismittel zur Abgasaffäre gesucht. 
Wenn neue Produkte den Markt erobern, weckt dies immer Interesse. Auch wenn Hybrid- und Elektroautos schon länger am Markt sind, als Marktreif empfunden wurden sie erst in den letzten Jahren. Vor allem Elon Musk und sein Unternehmen Tesla sind hier als Pioniere hervorzuheben. Musk schaffte es, Elektroautos für die Masse zu bauen. Und mit dem in Kürze auf den Markt kommenden Model 3 macht Tesla seine Fahrzeuge für eine breite Masse leistbar. 

Auch wenn das Ergebnis dieser Umfrage sehr eindeutig ausfiel, die Kritiker haben gewichtige Argumente. Trotzdem merkt man, dass in der Gesellschaft derzeit ein großes Umdenken stattfindet.

 

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