Europäischer Koreaner: Der neue KIA Ceed

13. Juli 2018
Es war eine sehr intensive Woche, zwischen dem neuen KIA Ceed und mir. Aber es hat sich ausgezahlt. KIA hat mit dem neuen Ceed einen ernstzunehmenden Player in der Kompaktklasse ins Spiel gebracht. Fahrverhalten und technische Ausstattung harmonieren.
Stefan Novotny

Die technischen Details

Die 3. Generation des KIA Ceed gesellte sich mit der Ausstattungslinie “First Edition” gleich zu uns. Und jetzt wird es das erste Mal technisch in diesem Bericht. Unser KIA Ceed hatte einen 1.4 T-GDI GPF ISG Motor. Es handelt sich also um einen Turbolader Benzinmotor mit Direkteinspritzung (T-GDI) inklusive einem Ottopartikelfilter (GPF) und mit eingebauter Start/Stopp Automatik (ISG). Das Getriebe war ein 6 Gang Schaltgetriebe. Die First Edition gibt es ausschließlich mit Schaltgetriebe. Die Motorleistung betrug 140 PS.
Der KIA Ceed First Edition, so wie wir ihn getestet haben, gibt es laut Listenpreis um 25.590,- Euro.


Testauto:
KIA CEED FIRST EDITION
1.4 T-GDI GPF ISG


Das ist unauffällig

Den ersten Eindruck hat man natürlich von der neuen Außenform. Und hier fällt beim ersten Blick vor allem eines auf: Nichts. Experimente beim Design ist KIA nicht eingegangen. Reibungspunkte gibt es deswegen so gut wie keine. Es handelt sich um ein souverän und bis zur letzten Linie durchgestyltes Auto. Auch wenn man nicht alle Blicke auf sich ziehen mag, ungut fällt man damit sicher auch nicht auf.
Fährt man mit einem neuen Auto während dem Test durch Stadt und Land, zieht man im Normalfall die Blicke auf sich. Nicht so beim neuen KIA Ceed. Ich werte dies keinesfalls negativ: Im Gegenteil. Ein Auto, das im Straßenverkehr keine Blicke auf sich zieht, ist, wie offensichtlich von KIA gewünscht, zeitlos designt.

Das fällt auf

Es gibt allerdings etwas, das doch auffällt: Die LED Rücklichter. Sie sind schwungvoll und sehr schön gestaltet. Alleine wegen ihnen hat das Ceed Heck sehr wohl einen Wiedererkennungswert. Sie wirken dynamisch und modern. Zwei LED Streifen verlaufen nebeneinander rund um die Kontur. Dabei nehmen sie scharfe wie auch weite Kurven. Wie der Ceed im Normalbetrieb auch.

Innenraum

Im Innenraum lehnt man sich sehr an das Design des KIA Stinger an. Vom Mulitfunktionslenkrad bis hin zur Mittelkonsole - nahezu alles hier ist vom KIA Sportwagen inspiriert. Obwohl man in einer preiswerten Kompaktklasse Platz nimmt, bekommt man zu keiner Zeit das Gefühl, dass man in einem billigen Auto sitzt. Die Materialien, die im Innenraum verarbeitet wurden, wirken sehr hochwertig. Auf Hartplastik wurde an allen Stellen verzichtet, die sofort ins Auge stechen. Beim Einsteigen fallen einem aber zuerst die neuen KIA Ceed Fussmatten auf. Diese sind aus schwarzem Plastik, nahezu ohne Kontur. Der ceed Schriftzug sticht in reinstem KIA Rot hervor. Die Sitze sind bequem. Auch in den Kurven hat man einen guten Halt.


Das Cockpit ist geprägt von einem freistehenden Multifunktionsbildschirm. Von ihm aus kann man das ganze Entertainmentsystem steuern. Auch in der First Edition lässt der KIA Ceed kaum Wünsche offen. 6 Lautsprecher sorgen für einen perfekten Sound im Innenraum. Dank Bluetooth, USB und AUX in kann jedes Smartphone, jeder MP3 Player, Disk- und sogar Walkman mit dem Auto verbunden und die Musik, die einem gefällt abgespielt werden. Will man sich einfach nur berieseln lassen, hat man dank DAB-Radio eine Auswahl aus einer Vielzahl an Radiostationen. Auch das Speichern von Favoriten wird einem sehr leicht gemacht. Man muss sich so keine Senderzahlen merken oder stundenlang nach seinen Lieblingssendern suchen. Dank der schön gestaltet Favoritenübersicht kann man ganz einfach die Radiostation seiner Wahl wählen. Natürlich, und das ist ganz wichtig, ist das alles auch vom Lenkrad aus möglich.

Das Lenkrad ist ein Multifunktionslenkrad. Auf der linken Speiche des Lenkrads kann man Radio und Telefon bedienen, die rechte Speiche des Lenkrads ist für die Fahrt des Autos zuständig. Hier kann man den Tempomat und Limiter aktivieren und deaktivieren. Außerdem kann man die Ansicht am Tacho anpassen und selbst entscheiden, welche Information man während der Fahrt bekommen soll. Hier ist vom Verbrauch bis hin zum Reifendruck alles möglich. Auch die verschiedenen eingebauten Assistenzsysteme kann man via Multifunktionslenkrad aktivieren oder deaktivieren.

Die Sitze sind mit einem hochwertig wirkendem Kunstleder überzogen. Die eingebaute Sitzheizung wird sich im Winter als wertvoll erweisen, genauso wie die Lenkradheizung. Eine Sitzkühlung gibt es in der First Edition noch nicht, sie kommt aber.

Der neue KIA Ceed ab Reihe 2

In der zweiten Reihe finden auch erwachsene Personen genügend Platz und Komfort. Nicht nur dank der ausklappbaren Mittelarmlehne, die auf der Rückbank integriert ist. Platz ist für drei Person hinten, für jede Person ist auch ein 3-Punkt-Sicherheitsgurt vorhanden. Kindersitze können dank ISOFIX Vorrichtungen leicht befestigt werden. Während des Tages wird man auf der Rückbank dank der getönten Scheiben auch nicht geblendet. Ein großzügig bemessenes Leselicht sorgt dafür, dass auch bei Fahrten in der Nacht hinten Comics gelesen werden können.


Der Kofferraum ist mit 395 Litern um 10 Liter größer als der des Vorgängers. Ob für den täglichen Einkauf oder für den Sommerurlaub: Genügend Platz für Gepäck ist vorhanden. Rechts wie links sind Haken montiert, auf denen Einkaufstaschen befestigt werden können. Ebenfalls findet man an den Seiten kleine Fächer, in denen Kleinigkeiten verstaut werden können. Ein Rumpeln von herumfliegenden Kleinteilen im Kofferraum kann so unterbunden werden. Der Kofferraumboden ist außerdem herausnehmbar. Das Volumen kann dadurch vergrößert werden, sollte der Kofferraum sonst doch zu klein sein.

Im KIA Ceed sicher ans Ziel kommen

Sicherheit wird in der KIA Ceed First Edition groß geschrieben. Neben ABS und ESC, was mittlerweile sowieso Standard in jedem Auto ist, gibt es auch einen Bremsassistent, Berganfahrassistent, Aufmerksamkeitsassistent, Fernlichtassistent und Spurhalteassistent.


Den Berganfahrassistent will man nicht missen müssen, da das Wegfahren in Schräglage sehr erleichtert wird. Auf der Rampe des Parkhauses im Einkaufszentrum muss man mit dem neuen KIA Ceed nicht mehr zittern, ob man wegkommt, nachdem man das Parkticket entwertet hat und der Schranken aufgeht.
Auch der Aufmerksamkeitsassistent ist sehr aufschlussreich. Aufgrund der Aktionen, die der Fahrer während der Fahrt macht (Bremsen, Beschleunigen, Spurhalten, Lenken) errechnet KIA die Aufmerksamkeitsspanne des Fahrers oder der Fahrerin. Sollte die Aufmerksamkeit schwinden (Gefahr durch Sekundenschlaf!), wird man durch ein lautes Signal sofort wieder zurück hinter das Lenkrad geholt.


Der Spurassistent funktioniert ebenfalls einwandfrei. Verlässt man die Spur ohne Blinken ertönt ein Warnsignal. Das kann vor allem im Stadtgebiet manchmal nerven, man kann ihn selbstverständlich auch deaktivieren. Auf den Autobahnen ist er auf jeden Fall ein großer Pluspunkt für die Sicherheit. Verlässt man unerwünscht und unerwartet die Spur, lenkt der neue KIA Ceed automatisch mit. Der Fahrer oder die Fahrerin merkt die die Lenkradbewegung sofort, dass Gefahr besteht, die Spur zu verlassen.


Ein adaptiver Tempomat wäre das Sahnehäubchen gewesen, leider ist dieser in der First Edition nicht zu finden. Macht nichts, ein normaler Tempomat reicht in Wirklichkeit auch aus. Dieser lässt sich leicht aktivieren und deaktivieren. Und sollte man auf der Autobahn ein Stauende zu spät sehen, keine Sorge - der Notbremsassistent bringt den KIA Ceed rechtzeitig zum Stehen.

Eine typische Fahrt mit dem neuen KIA Ceed

Der KIA Ceed wurde in der Kompaktklasse platziert. Vor allem im urbanen Bereich hat der dieses Auto viele Vorteile. Die ohnehin oft angespannte Parkplatzsituation wird dank der kompakten Größe entschärft. Und durch die hinteren Parksensoren und einer Rückfahrkamera fällt das Einparken ohnehin leicht. Man sieht nämlich auf dem Multifunktionsbildschirm das gestochen scharfe Bild der Rückfahrkamera. Das erscheint sofort nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs. Die Musik wird automatisch leiser gestellt, sodass man sich ganz auf den Parkvorgang konzentrieren kann. Findet man eine Parklücke, bei der man beim Einparken oft nach vor und zurückschieben muss, kann man jedoch schnell die Nerven verlieren: Denn die Musik wird beim Einlegen des Rückwärtsgangs sofort leiser gedreht, sobald man aber wieder vorwärts fährt, wird sie sofort wieder lauter. Das nervt. Eine Zeitverzögerung wäre dabei eine elegante Lösung gewesen.

Der neue KIA Ceed liegt kompakt und sehr angenehm auf der Straße. Etwaige Schläge durch Löcher auf der Straße spürt man nur leicht. Die Lenkung ist sehr direkt, genaue Lenkmanöver sind somit leicht möglich. Die Gangschaltung funktioniert einwandfrei. Kupplungswege sind sehr kurz und den “Schleifpunkt” findet man sehr leicht. KIA hat die Schaltung richtig “smooth” gestaltet, ein ruckelndes Fahren gehört dadurch sicher nicht zum Normalfall. Ungestörte Unterhaltungen während der Fahrt sind beim neuen KIA Ceed auf jeden Fall möglich, denn Motorengeräusche sind im Inneren kaum wahrzunehmen. Auch auf der Autobahn ist die Beschallung durch den Motor nicht störend.
Der Verbrauch lag bei uns bei circa 7 Liter/100 Kilometer. Dafür, dass wir die meiste Zeit in der Stadt unterwegs waren, ist das Ergebnis sehr ordentlich. Die angezeigte Reichweite bei einem vollem Tank beträgt über 600 Kilometer. Die elektrisch verstellbaren Seitenspiegel sorgen für eine gute Sicht rund um das Auto. Der Rückspiegel mit Abblendautomatik ist so groß, dass man ganz leicht die gesamte Heckscheibe im Bild behalten kann.

Das AUTOGOTT.AT Fazit

Alles in allem hat KIA ordentliche Arbeit geleistet. Den Ceed als europäisches Qualitätsauto zu positionieren scheint aufzugehen. Angefangen vom Fahrverhalten, bis hin zur Verarbeitung und Sonderausstattung lässt man den Kundinnen und Kunden keine Wünsche offen. Ja, es gefällt nicht alles - muss es aber auch nicht. Die zukünftigen Fahrerinnen und Fahrer des neuen KIA Ceed werden in ein Auto steigen, von dem sie sich so schnell nicht mehr trennen wollen. Das Auto ist für viele Situationen bestens geeignet - vom Wocheneinkauf bis zur Fahrt in den wohlverdienten Urlaub.

Wir danken dem Autohaus Kandl, dass sie uns das Testauto zur Verfügung gestellt haben.

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