BMW i4: Eine Elektro-Limousine auf dem Vormarsch

30. Jänner 2019
(Update) BMWs erste elektrische Limousine wurde als Erlkönig gesichtet. Das sportliche Elektroauto sieht trotz Tarnung dem BMW 4er Gran Coupé ähnlich.
Marlene Dorn
BMW Group

Eigentlich soll BMWs Elektro-Flaggschiff ja der SUV BMW iNext werden. Trotzdem heißt das nicht, dass der deutsche Premiumhersteller auf seine anderen Segmente vergessen hat.


Der beste Beweis dafür ist der BMW i4, eine elektrische Limousine, die 2021 auf den Markt kommen soll. Immerhin hat BMW gerade 200 Millionen Euro in sein Stammwerk in München investiert, um die Produktion des BMW i4 vorzubereiten.


Grund für diese massive Investition ist vermutlich, dass der BMW i4 einen starken Konkurrenten für Tesla darstellen soll. Das gilt insbesondere für das Tesla Model 3. Das kommt nicht nur daher, weil beide Limousinen sind, sondern auch weil sie sich preislich ähnlich sein werden.

BMW Group

Der BMW i4 basiert auf dem BMW 4er Gran Coupé, welches bereits ab etwas über 40.000 Euro zu haben ist. Damit ist es im Vergleich zu vielen anderen Modellen der Marke wesentlich erschwinglicher. Dasselbe gilt auch für das Tesla Model 3.


Der Kostenpunkt des Tesla Model 3 ist bereits bekannt: Die elektrische Limousine wird im 2019 März ab 57.900 Euro erhältlich sein. Später soll auch noch das Basismodell für circa 30.000 Euro kommen.


Bei BMW i4 sieht es dagegen anders aus: in puncto Kosten ist noch nichts bekannt. Kein Wunder – das Modell ist ja noch nicht einmal in Produktion. Somit wird das Tesla Model 3 ganze drei Jahre Vorsprung am Markt haben.

BMW i4: Das wissen wir bereits

Bis der BMW i4 zum BMW i4 wurde, nannte er sich noch “i Vision Dynamics” und war eine Studie. Erst im März 2018 wurde verkündet, dass der i Vision Dynamics tatsächlich in die Produktion gehen würde – und seitdem herrschte hauptsächlich Stille.


Trotzdem kann man aufgrund der zuvor schon präsentierten Studie einige realitätsnahe Voraussagungen machen. Beispielsweise wird der elektrischen Kompakt-Limousine eine Reichweite zwischen 550 und 700 Kilometern nach WLTP vorausgesagt. 


Das ist selbst für Langstrecken praktikabel: Mit nur 600 Kilometern kann man schon die Strecke von Bregenz nach Wien, also einmal quer durch Österreich, fahren.


Darüber hinaus zeigt der BMW i4 auch, wie sportlich Elektroautos sein können. Und zwar nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Leistung. Immerhin beschleunigt der BMW i4 in vier Sekunden von null auf hundert und kommt zumindest auf eine Maximalgeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde.


Insgesamt geht es aber laut BMW beim i4 mehr um Eleganz und Prestige, als um Sportlichkeit.


“[…] und nun kombiniert der BMW i Vision Dynamics Elektromobilität mit den Grundwerten von BMW: Dynamik und Eleganz“, verkündete Adrian van Hooydonk, Senior Vize-Präsident BMW Group Design.

Im Design hält sich der BMW i4 ganz und gar an das Motto der BMW i-Familie: “I do more with less“ (“Ich mache mit weniger mehr“). Großzügige, glatte Oberflächen lassen sich daher am ganzen Auto finden. Alles geht fließend ineinander über: Ecken und Kanten sind schwer zu finden.


Die typische BMW-Doppelniere wurde zu einem Element verschmolzen, ganz gemäß der neuen BMW Designsprache für Elektroautos. Statt einem Kühlergrill, der bei Elektroautos nicht nötig ist, verbirgt die Doppelniere nun Sensoren und andere Assistenztechnologien.


Wer dem BMW i4 in die Augen schaut, blickt zwei schmalen, aber dennoch sehr dominierenden Scheinwerfern entgegen. Sie ziehen auf jeden Fall die Aufmerksamkeit auf sich.

Erste Erlkönig Fotos

Das englische Automagazin CAR Magazine hat kürzlich den BMW i4 als Erlkönig fotografiert. Durch die Tarnung lässt sich natürlich nicht allzu viel erkennen, es gibt jedoch große Ähnlichkeiten mit dem BMW 4er Gran Coupé. Da die 4er Serie als Vorbild für den BMW i4 dient, ist dies nicht sehr verwunderlich.

BMW i4: To be continued

Sobald BMW mehr Neuigkeiten zum BMW i4 verkündet, werden Sie sie hier finden. Mehr Neuigkeiten und Artikel finden Sie in unserem Blog.

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