Neues Flaggschiff: Der BMW iNext

In der letzten Woche ging es Schlag auf Schlag zwischen den drei deutschen Premiumherstellern. Nach Mercedes und Audi präsentierte nun auch BMW sein neues Serienfahrzeug, den BMW iNext. Auf den Markt kommt er allerdings erst 2021.
Stefan Novotny 17. September 2018
2021 kommt der neue BMW iNext auf den Markt.
© BMW Group

Für die Präsentation des neuen Elektrofahrzeug ließ sich BMW etwas ganz besonderes einfallen. In Kooperation mit der Lufthansa wurde der neue BMW iNext auf der ganzen Welt vorgestellt. Dafür wurde eigens eine Boeing 777 umgebaut. Im Innenraum war eine riesige Bühne zu finden, auf der der BMW iNext im besten Licht präsentiert wurde. München, New York, San Francisco, Peking und Frankfurt lautete die Route.

In Kooperation mit Lufthansa wurde der BMW iNext präsentiert.
© BMW Group

Dass es sich beim Auto der Zukunft um ein reines Elektroauto handeln wird, ist selbstverständlich. Alle Studien und Autovorstellungen, die vom Auto der Zukunft sprechen, sind elektrobetriebene Autos. So auch der BMW iNext, ein modernes Sports Activity Vehicle (SAV). Bis zu 750 Kilometer Reichweite soll er haben und automatisiert fahren können. Es geht BMW nicht um ein weiteres Elektroauto für den Markt, es geht um ein Auto der Zukunft, der nächsten Generation. Was muss es können, um als ein solches zu gelten?

iNext: Futuristisches Aussehen

Mit dem BMW iNext übernimmt BMW seine iVision Formsprache erstmals bei einem Serienauto. Im Zentrum steht die senkrecht und hochgezogene BMW-typische Doppelniere. Sie bestimmt das Aussehen der Front. Wie auch schon beim BMW i3 sind hier keine Luftschlitze verbaut, es handelt sich um eine geschlossene Fläche. Diese wird für Kameras und Sensoren verwendet. Die Frontscheinwerfer mutieren zu zwei schmalen Linien, die zu den beiden Vordertüren verlaufen. Um das Auto größer wirken zu lassen und im Innenraum mehr Platz zu schaffen, wurde der Radstand ausgedehnt und die Überhänger der Karosserie vorne und hinten kurz gehalten. Durch das nahtlose Übergehen zwischen Frontscheibe und Panoramadach soll den Insassen das Gefühl gegeben werden, ebenfalls mehr Platz zu haben. Die Türen öffnen sich gegengleich und auf eine B-Säule wurde verzichtet. Seitenspiegel sucht man beim BMW iNext vergeblich. Kameras zeichnen das Geschehen rund ums Auto auf und geben das Bild im Innenraum auf Bildschirmen wieder. Das Heck besteht aus einem BMW Logo in der Mitte und zwei schmalen LED Streifen, die das Rücklicht ergeben.

So soll der neue BMW iNext von hinten aussehen.
© BMW Group

Beste Technologie für das nächste Flaggschiff

Der BMW iNext wird das nächste Flaggschiff der Bayern. Aus diesem Grund kommt er auch erst im Jahr 2021 auf den Markt. Es wird hier so viel Technologie eingesetzt, dass manches noch nicht zur Gänze fertig entwickelt ist. Vor allem die autonome Fahrfunktion muss noch ausführlich getestet werden.
Der BMW iNext soll Level 3 des autonomen Fahrens beherrschen. Das Auto kann alleine fahren, der Fahrer muss jedoch in Sekunden dazu bereit sein, das Steuer zu übernehmen. Auch die Technik für Level 4 Technologie ist im BMW iNext bereits vorhanden, jedoch noch nicht freigeschaltet. Level 4 bedeutet, dass das Fahrzeug auch mit neuen und unvorhersehbaren Situationen (zum Beispiel Baustellen und geänderte Spurführung) umgehen kann. Trotzdem muss eine fahrtüchtige Person immer zum Eingreifen bereit sein.

Boost oder Easy?

Der Fahrer oder die Fahrerin kann beim Wegfahren entscheiden, ob der “Boost”-Modus oder der “Easy”-Modus gewählt werden soll. Im Boost Modus wird das Fahrzeug manuell gesteuert, im Easy Modus autonom. Je nach Modus verändert sich das Interieur im Innenraum. Im Easy Modus fahren die Pedale in den Boden, das Lenkrad zurück, und aus dem Touchscreen am Armaturenbrett wird ein Bildschirm. Der 4-Sitzer ist so eingerichtet, dass man sich im Innenraum wie zu Hause fühlt. Für das Interieur wurden aus diesem Grund in erster Linie Materialen verwendet, die man genauso gut in den eigenen vier Wänden findet. Die Mittelkonsole steht auf einem Tischbein, genauso wie der Wohnzimmertisch zu Hause. Fährt der BMW iNext autonom, fahren auch die Kopfstützen ein, dass man sich mit den Personen, die sich im Fond befinden, besser unterhalten kann. Musik, Temperatur und Co werden nicht mehr über einen Multifunktionsbildschirm vorne beim Fahrer oder der Fahrerin gesteuert. Die Steuerung funktioniert intuitiv mit im Stoff platzierten Bedienelementen im ganzen Fond verteilt.

Das fahrbare Wohnzimmer

BMW will bei seinem neuen Technologie-Flaggschiff iNext den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Aus diesem Grund soll so viel Technologie wie möglich unsichtbar gemacht werden. Ein Wohnzimmer, in dem man lebt, sich unterhält und in dem man Spaß hat - das soll der BMW iNext sein. Integriert ist auch der neue “Intelligent Personal Assistant”. Mit “Hey BMW” wird er geweckt und steht mit Rat und Tat zur Seite. Mit Schnittstellen zu Smart Hubs kann etwa das Fahrzeug im wahrsten Sinne zum verlängerten Wohnzimmer werden, kann man mit dem Assistent die Heizung zu Hause einschalten. Das eingesetzte Intelligent Material schafft eine neue Art der Steuerung. Sowohl mit Gesten, als auch zum Beispiel durch Berührung des Stoffes der Armlehne, kann die Musik gesteuert werden.

Fazit

BMW hat mit dem i3 das Publikum mit einem reinen Elektroauto längst bedient. Hier hinken die beiden großen Konkurrenten Audi und Mercedes hinterher. Hersteller wie BYTON sind die großen Konkurrenten der Bayern, zumindest technologisch. Denn vor allem Marken vom chinesischen Markt forschen fieberhaft an autonom fahrenden Elektroautos. Manche gehen sogar schon in die Produktion. Mit dem iNext hat sich BMW viel vorgenommen, deswegen wird die Markteinführung auch erst mit 2021 geplant. An diesen Konkurrenten aus Asien gilt es sich zu orientieren, diese müssen überholt werden. BMW muss als Anspruch haben, in Zukunft wieder als Innovator wahrgenommen zu werden. Das will man mit dem BMW iNext schaffen.

BMW iNext Exterieur.
© BMW Group

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