Tesla Model 3: Der große Test!

Über das Tesla Model 3 wurde in den vergangen Jahren viel geschrieben. Oft waren die Meldungen negativ behaftet. Doch Tesla hielt an den Plänen fest und brachte das Tesla Model 3 auf den Markt. Mittlerweile sieht man auch immer mehr Autos dieses Modells auf Österreichs Straßen. Wir haben eines getestet.
Stefan Novonty 04. Juni 2019

Das Tesla Model 3 gibt es mittlerweile in 3 Varianten.

  • Standard-Reichweite Plus,
  • Maximale Reichweite und
  • Performance.

In unserem Test haben wir das Performance Modell zur Verfügung gehabt. Es ist mit Abstand das stärkste Modell des Autos und gleichzeitig auch das teuerste. Beim ersten Blick auf das Tesla Model 3 merkt man sofort, dass Tesla auch beim Design einiges dazu gelernt hat.

 

Tesla Model 3 ist sportlich designt

Denn das Model 3 hat eine stimmige Form von vorne bis hinten. Die LED Frontscheinwerfer sind wunderschön im vorderen Karosseriepart integriert und bilden eine Symbiose mit dem Fahrzeug. Der niedrige Fahrzeugschwerpunkt und die flachen Linien lassen das Elektroauto aus der Kompaktklasse sehr sportlich wirken. Die rahmenlosen Fenster unterstreichen die sportliche Ambition. Die 20 Zoll Leichtmetallfelgen des Tesla Model 3 passen dem Auto ebenfalls sehr gut. Dank diesen kommen auch die sportlichen Bremssättel schön zur Geltung.
Bei genauerem Hinsehen merkt man schnell, dass das Auto von Kameras und Sensoren umzingelt ist. Das Auto muss sein Umfeld immer stets im Blick haben, nur so kann der Autopilot reibungslos funktionieren. Der Tankdeckel ist dort zu finden, wo er üblicherweise auch bei Autos mit Verbrennungsmotor zu finden ist, im hinteren Teil der Karosserie.
Die Akkus und die Motoren sind unterhalb des Tesla verbaut. Den Akku findet man in der Mitte des Fahrzeugs, die beiden Motoren sind direkt an den Radachsen.
Dadurch hat man beim Tesla Model 3 gleich zwei Stauräume. Einen vorne, wo sich bei Verbrennerautos normalerweise der Motor befindet und einen Kofferraum am Heck des Wagens. Das Kofferraumvolumen beträgt insgesamt 425 Liter. Das ist nicht groß, das ist nicht klein, das ist Durchschnitt. Der einzige große Nachteil ist, dass die Öffnung beim hinteren Kofferraum ziemlich schmal ist. Sperrige Dinge mitzuführen könnte kompliziert sein, in der Regel ist es das aber ohnehin mit vielen Autos aus der Kompaktklasse der Fall. Unter dem Kofferraumboden befindet sich übrigens ein extra Fach, in dem Platz für das Ladekabel ist.
Vorne findet man neben dem kleinen Gepäckraum nur den Scheibenwischertank, der dort nachzufüllen ist.

Der vegane Innenraum

Der Innenraum wird von einem Mulitfunktionsbildschirm, der gleichzeitig als die Schaltzentrale des Autos fungiert, dominiert. Ein Schaltknauf oder ähnliches ist nicht zu finden. Neben dem Lenkrad befindet sich ein Schalthebel. Hier kann der Retourgang oder der Vorwärtsgang einlegt werden. Außerdem kann man mit diesem Hebel den Autopilot und den Tempomat aktivieren. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es einen Blinkerhebel, mit dem kann man den Blinker betätigen und die Scheibenwaschanlage starten.Sonst steuert man im Tesla Model 3 alles über den großen Multifunktionsbildschirm, der sich in der Mitte des Cockpits befindet.
Die Materialien im Innenraum sind alle vegan. Auf echtes Leder wurde bewusst verzichtet. Für die verarbeiteten Materialien musste kein Tier das Leben lassen. Der Innenraum ist gegen Aufpreis auch in weiß zu haben. Die Verarbeitung der Materialien ist gut. Im vorderen Teil des Cockpits gibt es nichts auszusetzen, alleine die Rückseiten der Vordersitze wirken extrem billig und passen gar nicht in den sonst so hochwertigen Innenraum.

Die Schaltzentrale

Wie weiter oben schon erwähnt, ist der Multifunktionsbildschirm in der Mitte des Cockpits das Herz des Autos. Von hier aus werden alle Einstellungen getroffen. Nicht nur Klimaanlage und Musik kann hier administriert werden, es werden auch Dinge gesteuert, die man bei anderen Autos nicht an dieser Stelle vermutet. So kann man hier die Scheibenwischer aktivieren, das Licht ein- und ausschalten aber auch die aktuelle Geschwindigkeit ablesen.
Es handelt sich hierbei um ein All-In-One Tool. Daran gewöhnt man sich allerdings ganz schnell. Die wichtigsten Informationen zur aktuellen Fahrt sind allesamt auf der linken Seite des Displays zu finden. Während der Fahrt muss der Fahrer oder die Fahrerin nicht einmal den Kopf drehen, um diese Infos sehen zu können. Das Display reagiert auch ohne Zeitverzögerung und sehr direkt auf Befehle. Dank der guten Software wird die Fahrt quasi nicht gestört, Lenker oder Lenkerin also nicht abgelenkt.

Der Autoschlüssel, der keiner ist

Als Autoschlüssel fungiert beim Tesla Model 3 das eigene Smartphone. Von dem aus kann man den Tesla steuern. So besteht die Möglichkeit, damit das Auto zu verriegeln und entriegeln. Man kann den Kofferraum öffnen. Man kann aber auch ganz einfach das Tesla Model 3 herbeirufen. Das kann ein Vorteil sein, wenn man bei Parkplätzen zugeparkt ist, dass die Seitentüre nur einen Spalt aufgeht und man deswegen nicht komfortabel einsteigen kann. Mit der “Herbeirufen”-Funktion kann das kompakte Elektroauto aus der Parklücke eigenständig hinaus fahren und komfortables Einsteigen gewährleisten. In unserem Test hat das jedoch nicht einwandfrei funktioniert. Vielleicht wurden die Probleme mittlerweile durch ein Update behoben.

Telsa Model 3: So fühlt sich also Elektroauto an

Das Tesla Model 3 "Performance" ist ein bisschen schneller, kraftvoller als die Langstrecken-Variante, dafür hat es laut Herstellerangaben 30 Kilometer weniger Reichweite. Das Tesla Model 3, sowie wir es getestet haben, hat eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 260 km/h und eine Reichweite von 530 Kilometer.
Allerdings wird diese Reichweite bei unserem Testfahrzeug noch nicht voll ausgeschöpft, da der Akku mehrere Ladezyklen geladen werden muss, bis die Reichweite erreicht werden kann. Dafür ist dieses Modell noch zu neu, da es erst 670 km am Tacho hat.
Das Tesla Model 3 hat zwei Motoren, einen an der Vorderachse und einen an der Hinterachse. Damit hat es Allradantrieb, der elektronisch gesteuert wird.

Zum Starten muss man auf das Bremspedal steigen und den Hebel nach oben oder nach unten drücken - je nachdem, ob zuerst retour oder nach vorne gefahren werden soll. Schon beim Losfahren merkt man, dass es sich hierbei um ein Elektroauto handelt. Auf Motorensound muss man komplett verzichten. Beim Fahren ist sofort zu spüren, dass der Tesla den Schwerpunkt sehr tief hat und dadurch wirklich stabil auf der Straße liegt. Kurven können mit einer höheren Geschwindigkeit als in einem anderem Auto passiert werden. Auf Serpentinen macht das die Fahrt richtig angenehm. Durch die Rekuperation des Tesla Model 3 braucht man das Bremspedal fast gar nicht zu betätigen, da der Widerstand beim Verlassen des Gaspedals so hoch ist, dass automatisch gebremst wird. Die Wendigkeit des Tesla Model 3 ist auch gut, 90% aller Kurven kann man in der Dreiviertel-Drei-Haltung, wie man es in der Fahrschule gelernt hat, fahren. In 3,4 Sekunden schafft es der bis jetzt günstigste Telsa von 0 auf 100. Das ist eine sehr beachtliche Leistung und ein tolles Gefühl.
Die Fahrt auf der Autobahn ist mit dem Tesla Model 3 ebenfalls sehr entspannt. Warum? Weil das Elektroauto aus der Kompaktklasse die Autopilotfunktion perfekt beherrscht. Kurven werden erkannt und gut passiert. Es gibt kein ruckeliges Lenken oder plötzliches Bremsen. Der Autopilot fährt so vorausschauend, dass wir uns oft ein Beispiel an diesem nehmen können. Man muss regelmäßig das Lenkrad anfassen, damit der Autopilot aktiv bleibt. Im Grunde genommen muss man sich nicht mehr nur auf den Verkehr konzentrieren, endlich kann man sich der Musik oder tiefgehenden Gesprächen mit dem Beifahrer widmen.
Auch Fahrten in der Stadt sind mit dem Tesla Model 3 recht entspannt. Hier ist vor allem der automatische Einparkassistent hervorzuheben. Im Innenraum wird dem Fahrer schon beim Passieren der Parklücke angezeigt, ob das Tesla Model 3 in die Lücke passt. Wenn dem so ist, dann kann man den Assistenten starten und das Auto parkt automatisch ein.

Das Tesla Model 3 Fazit

Telsa zeigt einmal mehr, wie Elektroauto geht. Wir sitzen hier in einem fertig durchdachten Elektroauto, dass schon heute Ausblick auf die Mobilität von morgen gibt. Vor allem die Bedienung sucht seinesgleichen bei der Konkurrenz. Als Auto für die Stadt oder zum Pendeln eignet sich das Tesla Model 3 hervorragend. Für Fahrten in den Urlaub ist das Auto auch perfekt, wenn man als Pärchen oder alleine verreist. Mit Familie könnte es eng werden.
Das Fahrgefühl ist ebenfalls sehr gut. Dank des niedrigen Fahrzeugschwerpunkt und der direkten Lenkung fühlt man sich im Tesla Model 3 auch während der Fahrt gut aufgehoben. Wenn man sich ein Elektroauto zulegen will, dann sollte das Tesla Model 3 in den Überlegungen auf jeden Fall eine große Rolle spielen.

Das Testauto Tesla Model 3 wurde uns dankenswerterweise von Paulitsch | Law zur Verfügung gestellt.

 

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