Durchgesickert: VW Elektroauto für unter 20.000 Euro kommt

VW will ein Elektroauto auf den Markt bringen, das einen Einstiegspreis von unter 20.000 Euro hat. Es wird ein Einsteigermodell und eine Kampfansage an Tesla. Die Amerikaner sorgen derzeit mit dem Model 3 für Aufsehen.
Stefan Novotny 12. November 2018
Es soll ein VW Elektroauto für unter 20.000 Euro auf den Markt kommen.
© Porsche Holding

Die großen deutschen Hersteller positionieren sich derzeit neu für den in Kürze bevorstehenden Elektroboom. Die Premiumhersteller Audi, Mercedes und BMW haben ihre Pläne in den letzten Wochen sukzessive vorgestellt. Auch Volkswagen wurde bei Plänen zu Elektrofahrzeugen schon konkreter. Die I.D. Familie sorgte weltweit für Aufsehen, vor allem die angekündigte Rückkehr des VW Bully als I.D. Buzz.

VW Elektroauto für Einsteiger

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von einer Quelle, wonach der Bau dieses rein elektrischen Einsteigermodells in einer Vorstandssitzung am 16. November beschlossen werden soll. Gebaut werde sollen 200.000 Autos in Deutschland. Neben dem MEB Entry, so die interne Bezeichnung für den Billig-Elektro-VW, sollen auch andere Elektromodelle der Marke in Deutschland gefertigt werden. Dafür müssen einige Werke freigemacht werden. Aus diesem Grund soll der VW Passat nicht mehr in Deutschland gebaut werden, sondern in Zukunft aus einem tschechischen Werk kommen. An seiner Stelle soll der I.D. Aero in Deutschland produziert werden. Der I.D. Buzz soll in Hannover gefertigt werden. Dort wird derzeit der VW Bus T6 gefertigt.

VW und Ford

VW und Ford sprechen derzeit intensiv über eine enge Zusammenarbeit hinter verschlossenen Türen. Dabei soll es einerseits um einen Technologieaustausch gehen, andererseits sollen Stärken zusammengeführt werden. Dass der VW I.D. Buzz in Hannover gefertigt werden kann, soll der aktuelle T6 in einem Ford Werk in der Türkei gefertigt werden. Außerdem soll bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen und autonomen Fahrzeugen eng zusammengearbeitet werden. Die Zusammenarbeit soll anfangs auf drei konkreten Ebenen stattfinden:

  • Der VW T6 und der Ford Transit sollen gemeinsam produziert werden
  • Ford möchte an der VW Elektroplattform MEB teilhaben
  • VW möchte die EcoBoost Motoren von Ford einsetzen

Es gilt, den Rückstand am E-Sektor zu verringern und zu den Vorreitern dieser Branche Anschluss zu finden. Die Google-Tochter Waymo hat schon 16 Millionen Kilometer mit autonomen Fahrzeugen zurückgelegt. Davon ist man im Volkswagenkonzern noch meilenweit entfernt. Die Entwicklung neuer Technologien nimmt viel Zeit und vor allem Geld in Anspruch. Aus diesem Grund sollen die Kräfte mit Ford gebündelt werden und in einem weiteren Schritt gemeinsam am autonomen Fahren geforscht werden.

Der Umbruch in der Autobranche ist Realität. Die Technologie schreitet derzeit so schnell voran, dass die alteingesessenen Hersteller leicht in Bedrängnis kommen. Aus diesem Grund ist es nur verständlich, dass Allianzen geschmiedet und Kräfte gebündelt werden.

 

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