10 wichtige Tipps für den Autokauf

19. Juli 2019
Bei wenigen Käufen muss man sich so viele Gedanken machen, wie beim Autokauf. Damit Sie nichts vergessen, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

1. MARKTÜBERBLICK SCHAFFEN

Typischerweise teilen sich Auto-Interessenten in zwei Gruppen:

  1. Diejenigen, die bereits sehr genau wissen, was sie wollen:
    So hat z.B. Tom bereits sehr präzise Vorstellungen. Er hat eine Mazda 6 Limousine und einen Renault Talismann im Kopf. Auch bezüglich der gewünschten Ausstattung hat er bereits eine präzise Vorstellung.
  2. Interessenten mit einer vagen Vorstellung:
    So hat Sabine zwar eine vage Idee bezüglich Autogröße und Budget. Sie weiß welche Marken infrage kommen, aber ist sich nicht über die Modelllandschaft bewusst.

Für beide Gruppen gilt jedoch unser erster Tipp: Wichtig ist es einen Marktüberblick zu bekommen.

Tom sollte vor allem Angebote vergleichen.  Er kann einen Neuwagen durchkonfigurieren und aktuelle Angebote von Lagerfahrzeugen, Tageszulassungen und Gebrauchtwagen vergleichen. So weiß Tom, wo aktuelle das Preisniveau für seinen neuen Renault Talisman bzw. Mazda 6 Limousine liegt.

Sabine dagegen kann den Basisfilter dafür nutzen, in ihrem Wunschsegment Kompaktklasse zu starten: Sofort sieht sie passende Fahrzeuge mit Preisen und Rabatten. Sie bekommt einen Überblick über all ihre Möglichkeiten, kann sich später zu den einzelnen Modellen informieren und die Auswahl schließlich eingrenzen.

2. MARKEN VERGLEICHEN

Wer, wie Sabine, nicht 100%ig sicher ist, welche Modelle infrage kommen, sollte sich auch Gedanken machen, welche Marke einen besonders anspricht.

Denn verschiedene Marken gehen den Autobau unterschiedlich an. Manche setzen sehr auf das Design, andere auf Technologie oder auf den Preis. Außerdem hat jede Marke einen anderen Ansatz für das zentrale Element jedes Autos: Das Cockpit.

Zudem sollte man nicht unterschätzen, dass das Auge bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielt. Niemand wird ein Auto erwerben, das nicht gefällt. Deswegen sieht sich Sabine die Bilder der gezeigten Fahrzeuge genau an und findet ihre Favoriten. 

Persönliche Befindlichkeiten sind genauso wichtig. Viele Menschen empfinden bestimmte Emotionen, wenn Sie an verschiedene Marken denken. Bei Sabine ist das auch so. Auch bei Max. Max steht auf Ford. Für sie kommen unsympathische Marken nicht infrage. Das Image einer Marke kann sich auch auf den Fahrer übertragen. Viele haben ein bestimmtes Bild eines VW-, BMW- oder Tesla-Fahrers im Kopf.

3. INFORMATIONEN EINHOLEN

Die Favoriten haben sich für Sabine herauskristallisiert. Nun gilt es, Informationen über die Fahrzeuge zu bekommen. Der erste Weg führt oft zu Online-Blogs (wie der AUTOGOTT.AT Blog), Zeitschriften und YouTube-Videos. Vor allem Berichte zu Fahrzeugtests sind interessant.

Hier erfährt man allerhand wissenswertes und bekommt wichtige Information zu dem gewählten Fahrzeug. Noch immer nicht genug Informationen? Auf unabhängigen Autonewsseiten findet man jede Menge Testberichte.

4. DAS AUTO SINNVOLL auswählen

Tom weiß noch immer nicht, für welches der beiden Autos er sich entscheiden soll. Ihm sagen beide zu. Er hat gerade beschlossen, sich für beide Fahrzeuge unverbindliche Angebote einzuholen. Davor will er beide selbst konfigurieren – er will also einen bestellbaren Neuwagen. Er muss sich nur noch entscheiden, welche Motorisierung und Ausstattungslinie für ihn sinnvoll ist.

Hier kann man sehr viel Geld sparen. Ein stärkerer Motor bedeutet automatisch einen höheren Anschaffungspreis. Bei Toms Renault Talisman machen 50 PS einen Unterschied von circa 4.000 Euro aus. Auch bei den Ausstattungslinien muss Tom sehr gewissenhaft wählen. Hier gilt: Je mehr Ausstattung, desto höher der Preis. 

Gewissenhafte Überlegungen können sehr viel Geld sparen. Auch Sabine muss sich diese Fragen stellen.

  • Wo fahre ich mit dem Auto am meisten?
  • Fahre ich im Winter öfter auf ungeräumten Schneefahrbahnen?
  • Fahre ich eher kurze oder lange Strecken?
  • Habe ich einen eigenen Parkplatz zu Hause oder muss ich oft Parkplatz suchen?
  • Fahre ich meistens alleine oder habe ich viele Mitfahrerinnen und Mitfahrer?
  • Führe ich größere Gegenstände mit dem Auto?
  • Ist ein Neuwagen sinnvoll oder spare ich lieber Geld mit einem Jungwagen oder überhaupt einem Gebrauchten?

Mehr Tipps zur Auswahl des richtigen Autos für Sie finden Sie in unserer Checkliste.

5. Geld bei den Extras sparen

Komfort. Komfort. Komfort. Viele Marken angeln mit vielen Gimmicks nach Kunden. Tom und Sabine können bei der Wahl der Sonderausstattung aus dem Vollen schöpfen. 

Heutzutage bietet jede Marke Innovationen, die das Fahren und Parken angenehmer gestalten. Aber Achtung. Der Preis kann hier in manchen Fällen um bis zu 10.000 Euro in die Höhe rasen.

Die Fragen, die Sabine bei Tipp 4 für sich beantwortet hat, helfen auch bei der Auswahl der Sonderausstattung weiter. Auch hier gilt: Wer ein günstiges Fahrzeug kaufen will, der muss gut abwägen, was man wirklich braucht. Ist eine Mehr-Zonen-Klimaautomatik wirklich notwendig? Vor allem, wenn man die meiste Zeit alleine im Auto sitzt, ist dies eher weniger vonnöten. Auch die Frage des Parkassistenten ist zu klären. Tom dreht oft mehrere Runden vor seiner Wohnung. Aus diesem Grund hat er sich für einen Parkassistenten entschieden. Das ist durchaus sinnvoll. Er wird sich jedoch keine Rückfahrkamera nehmen, der akustische Warnton reicht für ihn.

Sabine telefoniert sehr gerne im Auto. Sie findet, dass dann die Zeit im Auto schneller vergeht. Aus diesem Grund hat sie sich für eine integrierte Bluetooth-Einrichtung entschieden. Müsste sie ihr Smartphone während der Fahrt im Auto ans Ohr halten, würde sie hohe Strafen in Kauf nehmen. Das ist sinnvoll investiertes Geld, eine Vernunftentscheidung.

Extratipp: Wertsteigernde SONDERAUSSTATTUNG 

Neuwagen haben den Ruf, schnell an Wert zu verlieren. Kann Sabine und Tom bei ihrem Kauf dem entgegenwirken? Die Antwort auf die Frage ist Ja. Mit folgender Sonderausstattung können die beiden den Wertverlust bremsen:

  • Klimaanlage
  • Xenon-/LED-Scheinwerfer
  • Navigationsgerät

6. DIE FINANZIERUNG ABKLÄREN 

Nach erfolgter Konfiguration haben Tom und Sabine einen Preis, mit dem sie kalkulieren können. Sie müssen nun entscheiden, ob sie das Auto in bar bezahlen möchten oder ob sie es finanzieren lassen sollen. Viele Autohäuser locken mit Finanzierungsboni. Das bedeutet, dass man einen Rabatt erhält, wenn man das Auto über eine bestimmte Bank finanzieren lässt.

LEASING

Je nach Vertrag, kann man ein Auto in großen oder kleineren monatlichen Ratenzahlungen zurückzahlen. Die Raten berechnen sich nach der Laufzeit, Anzahlung und dem Restwert. Der Vorteil bei Leasing ist eindeutig, dass man einen größeren Geldbetrag in mehreren Raten abbezahlen kann. Jemand, der keine oder wenige Ersparnisse besitzt, kann auch so zu einem teuren Neuwagen kommen. 

Allerdings muss man bedenken, dass man das Leasing nicht gratis bekommt. Leasing ist mit Zinsen verbunden. Man zahlt mehr zurück, als man sich ausborgt. Außerdem ist man verpflichtet, sein Auto Vollkasko zu versichern. Die monatlichen Kosten werden steigen. Wichtig ist auch zu wissen, dass man bei Leasing offiziell nicht kauft, sondern einen Gebrauchsgegenstand mietet.

BARZAHLUNG

Bei Barzahlung ist ein größerer Betrag auf einmal weg. Hat man Erspartes auf der Seite, ist dies meist kein Problem. Toms Opa bekam seinerzeit noch einen höheren Rabatt, wenn er das Auto bar und gänzlich bezahlt hat. Doch die Zeiten haben sich geändert. Es gibt oft einen Leasingbonus, einen Barzahlbonus gibt es bei keiner Marke mehr. 

Dennoch hat die Barzahlung viele Vorteile. Nach Bezahlung fällt die hohe monatliche Belastung der Leasingrate weg. Man ist bei der Auswahl der Versicherung freier. Es entfällt ebenfalls die Bezahlung von Zinsen – der Preis bleibt gleich.

7. Lohnt sich ein Firmenwagen?

Sabine ist selbstständig. Sie ist Besitzerin eines Geschäftes und überlegt schon lange Zeit, ob sie das Auto nicht als Firmenwagen erwerben soll. Ein solches darf natürlich auch privat genutzt werden. Zur Sicherheit spricht Sabine mit Ihrem Steuerberater. 

Dieser erklärt ihr die wichtigsten Eckpunkte über Firmenwagen: Muss man dazu selbstständig sein? Beim Firmenwagen geht’s ja eher um Angestellte die ein Fahrzeug von der Firma zur Verfügung gestellt bekommen, oder?

  • Wenn man den Firmenwagen auch privat nutzt, erhöht sich die Bemessungsgrundlage des Gehalts.
  • Der Sachbezug hängt von den CO2 Emissionen ab. Vom Gesetzgeber werden jährlich Obergrenzen festgelegt. Für das Jahr 2017 liegt die Grenze bei 130 g/km. Wer darunter liegt, muss einen Zuschlag von 1,5% der Anschaffungskosten zahlen. Bei übertreten der Grenze wird der Prozentsatz auf 2% erhöht.
  • Bei Besitz eines Firmenwagens entfällt der Anspruch auf eine Pendlerpauschale.
  • Wenn der Firmenwagen zumindest 50% betrieblich genutzt wird, zählt er zum Firmenvermögen.
  • Für die Versteuerung eines Firmenwagens gibt es zwei Möglichkeiten:
  • 1% FlatRate: Die Kosten belaufen sich monatlich auf 1% des Anschaffungspreises
  • Berechnung via Fahrtenbuch. Man muss allerdings jede mit dem Firmenwagen gefahrene Strecke dokumentieren. Der Steuersatz berechnet sich aus den gefahrenen Kilometern.
  • Der Kauf eines Firmenwagens wirkt sich auf das Firmenvermögen aus.
  • Es wird eine Nutzungsdauer von 6 Jahren angenommen.

8. DAS AUTO PROBEFAHREN

Tom und Sabine haben sich nun unverbindliche Angebote eingeholt. Sie haben sich nach gründlicher Recherche endlich entscheiden können. Dennoch sind die beiden noch für keinen Kauf bereit. Sie müssen ihr Wunschauto noch Probe fahren. Das ist sehr wichtig, denn nur bei einer Probefahrt merkt man, ob das Auto zu einem passt. Wichtig ist, immer darauf zu achten, dass das Fahrzeug jenem Fahrzeug entspricht, das gekauft werden soll. Hier ist vor allem auf die Motorisierung und das Getriebe zu beachten.

5 TIPPS FÜR DIE PERFEKTE PROBEFAHRT

  • Vor dem Fahrtantritt die richtige Sitzposition wählen. Außerdem sollte man sich schon mit dem Cockpit vertraut machen. Dann ist man während der Fahrt nicht mehr abgelenkt.
  • Lassen Sie sich am besten vom Verkaufsberater über die Funktionen der Ausstattung aufklären. So haben Sie während der Fahrt keine Probleme z.B. den Tempomat oder Spurhalteassistent zu aktivieren.
  • Suchen Sie sich eine Strecke aus, die Sie schon kennen und oft fahren werden. So können Sie sehen, ob das Auto im Alltag zu Ihnen passt.
  • Achten Sie auf die Motorleistung. Ist der Motor für diese Strecke stark genug? Ist er Ihnen zu stark? Dies sind subjektive Empfindungen, über die Sie nur selbst urteilen können.
  • Nehmen Sie jemand zweiten zur Probefahrt mit. So können Sie auch die hinteren Plätze während der Fahrt testen. Sind die Sitze hinten komfortabel? Sollte man vielleicht doch nach einem größeren Auto Ausschau halten?

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