Elektroautos: Mitte nächsten Jahres gibt es die große Überraschung bei KIA

Mag. Gilbert Haake ist Pressesprecher von KIA Österreich und hat einiges zu berichten. KIA geht in die Elektro-Offensive. Zwei erfolgreiche Elektromodelle sind schon unterwegs, im nächsten Jahr will man aber so richtig durchstarten. Das erste Modell auf einer eigens entwickelten Elektroplattform steht in den Startlöchern.
18. August 2020
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Wir haben Mag. Gilbert Haake zum Interview gebeten und die brennendsten Fragen über KIA und Elektromobilität gestellt.


Was sind die Vorteile der Elektromobilität?
Zumindest regional Emissionsfreiheit, in Österreich mit hohem Anteil grünen Stroms auch das gute Umweltgewissen. Die ansatzlose Kraftentfaltung und der damit verbundene Fahrspaß. Musikgenuss im Auto ohne Hintergrundbrummen.
 

Wächst Interesse an KIA Elektroautos im Verhältnis zu Verbrennern?
Definitiv: im ersten Halbjahr 2020 war der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge bei Kia 11,7%. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2019 lag der Anteil noch bei 4,5%. Außerdem ist Kia etwa „doppelt so elektrisch“ wie der Gesamtmarkt, wenn man diese Anteilswerte hernimmt.
 

Plant KIA in naher Zukunft noch eine breitere Auswahl an Elektroautos?
Klar, es ist mit den beiden Modellen noch lang nicht Schluss. Zum einen sind bis auf den Picanto alle Modellreihen unterschiedlich intensiv elektrifiziert erhältlich. Zum anderen kommt nächstes Jahr das erste Modell von Kia auf den Markt, das auf einer rein elektrischen Plattform basiert. Details kommen zum Jahreswechsel.
 

Wo sind die Herausforderungen beim Thema E-Mobiltät für einen Importeur?
Bislang war die Lieferzeit durch die beschränkte Lieferfähigkeit die größte Herausforderung. Das hat sich nun eingependelt. Ich glaube mittelfristig ist die Versorgung bzw. Unterstützung der Kunden bei der Ladeinfrastruktur am wichtigsten.
 

Wie ist das Feedback zu Elektromodellen von Händlern?
Ganz unterschiedlich. Diejenigen, die sich mit dem Thema intensiv auseinander setzen, verkaufen auch am meisten. Und es sind sowohl solche in der Stadt wie auch am Land. Letztere verkaufen auch mehr e-Autos an Privatkunden.
 

KIA startete mit dem KIA Soul ziemlich früh in die Elektromobilität. Wie waren die Anfangserfahrungen?
Die Stückzahlen waren ja nicht so hoch, dominiert von Firmenkunden. Wir haben aber sehr gute Erfahrungen gemacht, da uns die Autos auch keinen Kummer in Sachen Zuverlässigkeit gemacht haben. Die 7 Jahre Garantie bringen uns nicht um ;-)

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© Kia Motors Austria

Würden Sie heute Ihre erstes Elektroauto auf den Markt bringen, würde Sie gewissen Dinge anders machen?
Der Knackpunkt ist das Fahrerlebnis, das relativiert auch die Rallye um die längsten Reichweiten.
 

Wie ist heute das Feedback der Elektro-Kunden der ersten Stunde?
Wir haben Soul EV Fahrer, die bereits 150.000 km und mehr gefahren sind. Ziel ist es, hier Stammkunden zu schaffen.
 

Derzeit gibt es zwei reine Elektroautos von KIA. Kommen in Zukunft rein elektrische Modelle hinzu?
Nächstes Jahr kommt das erste Modell von Kia auf den Markt, das auf einer rein elektrischen Plattform basiert. Und Mitte nächsten Jahres gibt’s die große Überraschung!
 

Welchen Stellenwert haben diverse Hybridmodelle für die Marke?
Hybride sind eine wichtige Brückentechnologie. Wer nur ein Auto im Haushalt hat, eine Steckdose im Zugriff, und Pendeln und Urlaub unter einen Hut bringen möchte, für den ist ein Plug-In ideal. Wer zweimal die Woche Wien-Salzburg fährt, wir auch in den nächsten Jahren mit einem Diesel besser fahren. Wichtig ist, das Mobilitätsbedürfnis der Kunden zu ermitteln und ihnen dann das RICHTIGE Auto zu verkaufen.
 

Kunden, die noch nie mit Elektroautos gefahren sind, haben Angst auf der Strecke zu bleiben, weil die Reichweite zu gering ist und der Ladevorgang lange dauert. Wie geht KIA mit den Ängsten dieser Kunden um?
Da stehen wir mittlerweile bei rund 450km kombiniert mit Schnelllademöglichkeit – sollte also eigentlich kein Thema mehr sein.
 

Investiert KIA auch in ein Ladenetz? Hat man Kooperationen?
Da werden wir im Herbst aufhorchen lassen, bleiben Sie gespannt.

Nächstes Jahr kommt das erste Modell von Kia auf den Markt, das auf einer rein elektrischen Plattform basiert. Und Mitte nächsten Jahres gibt’s die große Überraschung!
 

Wie wichtig ist die Reichweite eines Elektroautos wirklich?
Bei den meisten Usern bleibt die Tagesstrecke unter 50km. Wir müssen ein Bisschen unsere Gewohnheiten von der Benzinzeit überdenken. Da wird getankt, wenn nur mehr 200km Restreichweite dastehen. Wer fährt aber täglich so weit?
 

Wo sehen Sie KIA in 5 Jahren? Wie wird sich der Elektromarkt entwickeln?
Wir müssen uns an mehr Vielfalt bei Antriebssystemen gewöhnen. Sollten sich nachhaltig hergestellte synthetische Kraftstoffe durchsetzen, so sind Verbrenner auch nicht tot. Die Elektrifizierung in ihren unterschiedlichen Stufen lässt sich meiner Mienung nach aber nicht mehr aufhalten.
 

Wie wird sich das Sortiment an Elektrofahrzeugen bei KIA entwickeln?
Es ist noch lange nicht Schluss.

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© Kia Motors Austria
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