VW ID.3: Der Golf unter den Elektroautos

22. Juni 2019
Seit kurzem kann man das erste reine Elektroauto von Volkswagen vorbestellen. Der VW ID.3 ist das elektrische Gegenstück vom Golf und kommt 2020 auf den Markt.
Stefan Novotny & Marlene Dorn
© VW

Jetzt wird es ernst. Mit dem VW ID.3 (ehm. VW ID. Neo) kündigt Volkswagen erstmals ganz konkret ein serienreifes, komplett elektrisches Fahrzeug an, das auch auf einer für Elektroautos konzipierten Plattform basiert. 

Viele Details zum Auto gibt es noch nicht, auch das Design ist noch geheim. Auf den bisher veröffentlichten Bilder hat das Elektroauto ID.3 noch ein Erlkönig Outfit. Allerdings spekulieren die Medien bereits kräftig - inoffizielle Zeichnungen kursieren im Netz. 
Die erfolgreiche VW-Karosserieform in der Kompaktklasse des VW Golf dürfte aber nicht aufgegeben werden. Weitere Spezifikationen sind noch rar gesät. Es stehen drei Batteriegrößen zur Auswahl. Die Maximalreichweite soll 550 Kilometer betragen.

VW ID.3 um 1.000 Euro vorbestellen

Seit 8. Mai kann die sogenannte VW ID.3 1st Edition vorbestellt werden. Diese soll eine Reichweite von 420 Kilometer nach WLTP erreichen. Im realen Betrieb ist mit weniger Reichweite zu rechnen. Außerdem soll das Elektroauto in zwei verschiedenen Farben bestellbar sein. Ein Panorama Glasdach, ein Augmented Reality Head Up Display und IQ Light ist auch mit an Bord. Die ID.3 First Edition ist auf 30.000 Fahrzeuge limitiert.

Abgekupfert bei Tesla hat Volkswagen das Bestellsystem. Für eine Vorbestellung muss man 1.000 Euro zahlen. Das Fahrzeug soll unter 30.000 Euro kosten. Ein genauer Preis wurde allerdings - trotz der Option auf Vorbestellung - noch nicht bekannt gegeben. In den nächsten Monaten kann man die Vorbestellung jedoch noch kostenlos abbrechen. Die VW ID.3 1st Edition war in Österreich übrigens binnen weniger Stunden ausverkauft.

Die Auslieferung soll Mitte 2020 stattfinden. Es sollen mehr als 100.000 neue VW ID.3 pro Jahr an Kunden ausgeliefert werden.

So sieht der VW ID.3 aus

Noch ist er offiziell im Tarnmodus, beziehungsweise im Erlkönig-Outfit. Doch der Golf im VW ID.3 ist trotzdem ganz klar zu erkennen. Etwas anderes würde zahlreiche VW-Fans auch schwer enttäuschen.

Der VW ID.3 wirkt etwas länglicher und aerodynamischer als der Golf VIII, der noch dieses Jahr präsentiert werden soll. Typisch für moderne Elektroautos, versucht der VW ID.3 die berüchtigte  “Tropfenform” nachzuahmen, die für einen möglichst geringen Luftwiderstand sorgen soll. Das optimiert den Verbrauch, der bei Elektroautos immer noch ein großes Thema ist.

Insgesamt macht der VW ID.3 einen guten Eindruck. Er wirkt nicht wahnsinnig sportlich, dafür aber sehr sympathisch. Dafür sorgt unter anderem die rundliche Form und die fließende Linienzeichnung. Auch das großflächige Panoramadach findet Anklang.
Direkt unter der Frontscheibe wird sich vermutlich eine Zierleiste aus Hartplastik befinden, die eher weniger elegant wirkt. Das ist aber auch schon das einzige Manko. 

Die beiden LED-Frontscheinwerfer werden durch eine Lichtleiste verbunden - so wie es auch für alle anderen Mitglieder der VW ID. Familie geplant ist. Insgesamt sitzt das Gesicht des VW ID.3 etwas höher, als das des VW Golf VIII. 

Die Seitenspiegel sind noch nicht digital, beziehungsweise durch Kameras ersetzt worden. Solche Neuheiten sind derzeit noch für die Oberklasse reserviert. Auch die Türgriffe sind ganz klassisch analog.

Das Heck lässt übrigens erahnen, dass es dem VW ID.3 nicht an Kofferraumvolumen mangeln wird. Offiziell ist aber noch nichts bekannt.

Das kann der VW ID.3 

Die elektrische Kompaktklasse wurde mit einem Einstiegspreis von unter 30.000 Euro angekündigt. Zynisch gesehen ist daher ein Preis von 29.990 Euro gut möglich. Für diese Summe wird der VW ID.3 eine Reichweite von 330 Kilometern nach WLTP und 150 PS bieten. Typisch Elektroauto kommt selbst die Basisversion ziemlich rasch von 0 bis 100: Nur circa 8 Sekunden soll es dauern.

Wer allerdings bereit ist, mehr auszugeben, kommt auf bis zu 550 Kilometer Reichweite und zudem 204 PS. Auch eine Beschleunigung von 0 bis 100 innerhalb von 5 Sekunden lässt den Kompakten in der Top-Variante recht sportlich aussehen.
Wie erwähnt, wird der VW ID.3 I.Q. Lights (LED Matrix Scheinwerfer) und Augmented Reality Head Up Displays (ein direkt auf die Straße projiziertes HUD) mit an Bord haben. Das ist allerdings bisher alles, was zum Thema Assistenzsysteme bekannt ist. 
Doch es ist wahrscheinlich, dass der ID.3 auch optional mit allem ausgestattet ist, was man benötigt, um fast autonom auf der Autobahn unterwegs zu sein. Konkurrenten, wie der Toyota Corolla oder das Tesla Model 3, können dies nämlich schon heute.

Besonders praktisch ist auch, dass alle, die sich die VW ID.3 1st Edition gesichert haben, ein Jahr lang gratis (an allen mit VW assoziierten Ladesäulen) laden dürfen. Es wäre daher durchaus möglich, dass man ähnliche Aktionen auch in Zukunft und mit zukünftigen Modellen erwarten kann.

Die Produktion für den VW ID. 3 beginnt noch Ende 2019. Ab 2020 werden werden die ersten ihren Schlüssel für den VW ID.3 in der Hand halten.

Alles andere über die VW ID. Familie und ihre Elektroautos

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