So cool wäre der Autosalon Genf 2020 gewesen!

Es hat nicht sollen sein. Der Autosalon in Genf wurde zum Opfer des Coronavirus. Veranstaltungen, die über 1.000 Besucher erwarten, sind in der Schweiz bis auf weiteres untersagt. Welche Premieren werden nun in Genf nicht gefeiert?
Stefan Novotny 04. März 2020
Der Autosalon in Genf 2020 musste leider abgesagt werden.
© GIMS Media

Der Autosalon in Genf ist das erste große Highlight der Automobilbranche in Europa (Sorry Vienna Autoshow). Auch heuer hätten viele Hersteller viele Highlights parat gehabt. Der Autosalon in Genf zählte auch zu den Fixpunkten in unserem Kalender. Die letzten Jahre haben wir immer live von dort berichtet. Aufgrund der Absage bleibt uns ein Besuch in diesem Jahr verwehrt. Trotzdem haben wir uns angesehen, welche Highlights die Autobauer für uns parat gehabt hätten. Wir haben uns für 8 Premieren entschieden, die wir besonders vermissen werden.

BMW Concept i4

Das BMW Concept i4 ist der Vorgeschmack auf den BMW i4, dessen Produktion 2021 startet.
© BMW Group

Das wäre eines der großen Highlights in Genf gewesen. Die Weltpremiere des BMW Concept i4. Es handelt sich hierbei um ein rein elektrisches Gran Coupé. Dieses Concept soll einen Vorgeschmack auf den BMW i4 sein, dessen Produktion 2021 beginnen wird. Auch die technischen Daten können sich sehen lassen. So bietet der BMW Concept i4 eine Reichweite von 600 Kilometern und eine Leistung von 530 PS. Die Batteriekapazität beträgt 80 kWh. Von 0 auf 100 km/h braucht das Elektro Gran-Coupé lediglich vier Sekunden. Die BMW Doppelniere hat auch bei den Elektrofahrzeugen der Marke einen hohen Wiedererkennungswert. Dennoch wirkt sie höher, schmäler und eckiger als bei den Modellen mit konventionellem Verbrennermotor. Die LED Lichter der Frontscheinwerfer stehen für Dynamik. Da die Motorhaube vorne relativ spitz zusammenläuft, wirken die Frontscheinwerfer nach hinten orientiert, was den dynamischen Charakter des BMW Concept i4 hervorhebt. Das Cockpit ist auf den Fahrer ausgerichtet. Nicht zuletzt dank des BMW Curved Display. Das BMW Curved Display ist ebenfalls als nächster Schritt in der Digitalisierung zu sehen. Die Anordnung der angezeigten Informationen wirkt verschieden tief und führt so zu einem 3D Effekt.
Der Motor von Elektroautos arbeitet im Normalfall lautlos. BMW meint allerdings, dass zu einem BMW Fahrerlebnis unbedingt der perfekte Sound gehört. Aus diesem Grund hat man sich niemand geringeren als Hans Zimmer geholt, der gemeinsam mit dem BMW Sound Designer Renzo Vitale ein Soundkonzept entwickelt hat.

Mercedes E-Klasse

Die Mercedes E-Klasse bekommt 2020 ein großes Update.
© Mercedes

Das neueste Elektroauto von Mercedes kommt noch in diesem Jahr auf den Markt. Es ist der kompakte Mercedes EQA, der auf der Mercedes A-Klasse basiert. In Genf wäre die aktualisierte Mercedes E-Klasse im Mittelpunkt gestanden. Kein Wunder, ist die Mercedes E-Klasse mit 14 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen das erfolgreichste Modell der Marke. Seit 2016 ist die aktuelle Generation auf den Markt. Höchste Zeit also, der Mercedes E-Klasse ein Facelift zu gönnen. Und das beginnt beim Licht. Voll-LED Scheinwerfer gibt es nun serienmäßig und im neuen Design. Die ganze Front wirkt nun noch dynamischer und kraftvoller, was auch dem omnipräsenten Kühlergrill und dessen Form zu verdanken ist. Doch nicht nur am Design wurde gefeilt, auch die Sicherheitssysteme wurden aktualisiert. Zu den Highlights zählen ohne Zweifel das aktualisierte Park Paket, das nun nicht nur automatisch bei Längs- und Querparkplätzen einparkt, sondern auch auf markierten Flächen. Der Fahrer kann komfortabel alle Informationen vom neuen Widescreen Cockpit beziehen. Angetrieben wird die neue Mercedes E-Klasse auf Wunsch auch elektrisch. Erstmals gibt es das Modell als Plug-In-Hybrid. Übrigens: Die neue Mercedes E-Klasse ist der erste Mercedes, der auch elektrisch in der USA Angeboten wird.

Mazda MX-30

Der Mazda MX-30 kommt im September 2020 nach Österreich. Es ist das erste Elektroauto von Mazda.
© Mazda

Auch den Mazda MX-30 hätten wir in Genf gerne bewundert. Es handelt sich hierbei um das erste und wahrscheinlich auch einzige Elektroauto der Japaner. Weitere Elektroautos sollen in Zukunft gemeinsam mit Toyota entwickelt werden. Die Batteriekapazität des neuen Mazda MX-30 ist mit 35 kWh nicht die größte. Dennoch ist sie für Pendler ausreichend. Denn mit der Reichweite von 200 Kilometer schafft man locker den Weg von zu Hause in die Arbeit und retour. Selbstverständlich verfügt der Mazda MX-30 auch über das preisgekrönte Kodo-Design. Freestyle Türen schaffen das Gefühl eines großen Innenraum. Überhaupt wird auf futuristisches Design großen Wert gelegt. So wirkt die Mittelarmlehne schwebend im Innenraum platziert. Übrigens: Der neue Mazda MX-30 kann in der Edition One schon vorbestellt werden. Zu einem Alles-Inklusiv-Preis von 34.990 Euro bekommt man unter anderem 18’’ Alufelgen, LED-Matrix-Licht, Klimaautomatik, Head-up Display und vieles mehr. Zu den Händlern kommt das Mazda Elektroauto im September 2020.

Dacia Spring Electric

Der Dacia Spring Electric 2020 ist der Vorgeschmack auf das erste Elektroauto von Dacia.
© Dacia

Auch Dacia springt auf den Elektrozug auf und hätte in Genf einen Blick auf sein erstes Elektroauto werfen lassen. Mit dem Dacia Spring Electric Showcar zeigt man erstmals ein rein elektrisches Stadtauto, das als Vorbild für das erste Dacia Elektroauto gilt. Der Mutterkonzern Renault hat nun schon jahrelange Erfahrung in der Elektroautobranche. Mit den Renault ZOE hat man das meistverkaufte Elektroauto in Österreich auf den Markt gebracht. Davon soll nun auch Dacia profitieren. Um der Masse zu gefallen, setzt man auf ein SUV-Design. Ein spezielles Grau mit orangenen Akzenten soll die Zukunft der Marke darstellen. Die Voll-LED Scheinwerfer gehören zur Serienausstattung. Das Auto soll 2021 auf den Markt kommen und in der Kompaktklasse angesiedelt sein. Die Reichweite soll wie beim Mazda MX-30 bei 200 Kilometern liegen. Der Dacia Spring Electric wird als Stadtauto für Pendler positioniert.

Renault Twingo Z.E.

Der Renault Twingo Z.E. ist das zweite Elektroauto der Franzosen, das in Österreich erhältlich sein wird.
© Renault Media

Bleiben wir gleich beim Renault Konzern. Der Renault Twingo kommt als Elektrovariante auf den Markt. Er hört dann auf den Namen Renault Twingo Z.E., hat eine Batteriekapazität von 22 kWh und eine Reichweite von 250 Kilometern. Umgerechnet 82 PS stark soll der Antrieb sein. Das sind recht ordentliche Daten für ein Kleinstauto. Seit 1992 gibt es den Renault Twingo, 18 Jahre später kommt er erstmals als reines Elektroauto auf den Markt. Die Markteinführung soll zum Jahreswechsel 2020/2021 stattfinden. Von 0 auf 50 km/h schafft es der Renault Twingo in 4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h. In Europa fährt der durchschnittliche Autofahrer rund 30 Kilometer pro Tag. Das heißt, dass der Renault Twingo im Schnitt nur einmal in der Woche geladen werden muss. In Österreich gesetzlich verpflichtet, produziert der Renault Twingo ein Geräusch, wenn er zwischen 1 und 30 km/h unterwegs ist, um Fußgänger und Radfahrer zu warnen. Während der Fahrt sorgt vor allem die 3 stufige Rekuperation für ein One-Pedal Feeling. Und ganz nebenbei wird der Akku auch noch ordentlich aufgeladen und die Reichweite erweitert. Dass es sich um den elektrischen Renault Twingo handelt, erkennt man an blauen Dekorelementen im Inneren und an der Karosserie. Mit einem Kofferraumvolumen von 240 Litern findet man viel Platz im Kleinstwagen. Legt man die Sitze im Innenraum um, kommt man auf ein Volumen von 980 Litern. Der Renault Twingo Z.E. wurde so konzipiert, dass man Gegenstände, die bis zu 2,31 Meter lang sind, problemlos führen kann. IKEA und Co freuen sich darüber.

Hyundai i30

Das Facelift 2020 vom Hyundai i30 bringt viele Neuerungen mit sich.
© Hyundai

Auch im Hause Hyundai wären große und schöne Neuheiten in Genf zu sehen gewesen. Nach dem Hyundai i10 wollte man den neuen Hyundai i20 und Hyundai i30 vorstellen. Der Hyundai i30 hätte am 3. März seine Premiere feiern soll. Dabei handelt es sich um ein Facelift der aktuellen Generation. Erstmals kommt der Hyundai aus der Kompaktklasse als Mild-Hybrid auf den Markt. Aber auch die Außenansicht wurde überarbeitet. Der neue Hyundai i30 wirkt nun sportlicher und agiler als sein Vorgänger. Nicht zuletzt, weil der Kühlergrill neu designt wurde, inklusive neuer 3D-Wabenstruktur. Dass auch kleine Neuheiten einen großen Unterschied machen können, sieht man an den LED-Tagfahrlichtern, die eine neue Zeichnung haben. Aber auch beim Innenraumdesign hat man Anpassungen vorgenommen. Das soll für mehr Komfort für Insassen sorgen. Wie es sich im Jahr 2020 gehört, bezieht der Fahrer die Informationen von einem voll digitalen Cockpit. Mit an Bord sind auch Android Auto und Apple Car Play. Bei den Sicherheits- und Komfortsystemen hat man ebenfalls neue Technologien verbaut. Neu ist zum Beispiel der Stauassistent oder der aktive Querverkehrswarner. Übrigens, die Sicherheits- und Komfortassistenten werden alle unter den Namen SmartSense Funktionen zusammengefasst.

Kia Sorento

Der neue KIA Sorento kommt 2020 auf den Markt und verspricht viel Platz.
© Kia Motors Austria

Der größte KIA SUV wird erneuert. Und das Motto dabei lautet: PLATZ, PLATZ, wir brauchen PLATZ! Und diesen findet man im neuen KIA Sorento massig. Der Grund: Der neue KIA ist der erste SUV der Koreaner, der auf einer völlig neuen Plattform gebaut wurde. Der Radstand wurde vergrößert, der Überhang der Karosserie verringert. Das Kofferraumvolumen zählt zum größten seiner Klasse. Was wäre 2020 ein neues Automodell ohne Elektrifizierung? Aus diesem Grund verstärkt ein Elektromotor den Verbrennermotor. Der KIA Sorento kommt als Mild-Hybrid auf den Markt. Aber auch eine Version als Plug-In-Hybrid wird es geben. Auf Sicherheit wird selbstverständlich auch hier großen Wert gelegt. So kommt erstmals eine Multikollisionsbremse mit an Bord, die vor allem Folgekollisionen abschwächen soll (zB. Auffahrunfall).

Citroen Ami

citroen-ami-2020

Der Citroen Ami ist auf jeden Fall eines der spannendsten Autos in nächster Zeit. Er hat Platz für zwei Personen und einen Einkauf. Hamsterkäufer werden mit dem Citroen Ami eher schnell an die Grenzen stoßen. Die Reichweite beträgt 70 Kilometer und mit einer stinknormalen 220 Volt Steckdose benötigt er nur 3 Stunden um komplett geladen zu sein. Es ist nur der Fahrersitz verstellbar. Als Tacho dient das Smartphone, gleichzeitig als Zentrale für Musik und Heizung. Die Türen gehen gegengleich auf, was den verspielten Charakter des Citroen Ami hervorhebt. Spannend ist der Preis. In Frankreich wird er schon um knapp 7.000 Euro zu haben sein. Oder als Carsharing-Auto um 0,26 Euro pro Minute. Leasen kann man den Citroen Ami bereits am 19,90 Euro im Monat. Um individuell mobil zu sein, braucht man hier alles andere als eine dicke Geldbörse. Mit den Abmessungen ist der Ami sogar kürzer als der smart, was das Auto vor allem für urbane Gebiete interessant macht. Und: Der Citroen Ami darf mit dem Mopedführerschein bewegt werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt demnach bei 45 km/h. Preislich ist das Elektroauto auf jeden Fall in Reichweite vieler. Das verspielte Aussehen passt zur aktuellen Zeit. In Zeiten von Fahrverboten und Parkplatznot wird es relativ schnell einen großen und berechtigten Hype um dieses Fahrzeug geben. Man darf gespannt sein und sich auf jeden Fall darauf freuen.
 

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